Frau sitzt zusammengekauert am Fenster, Ausdruck von Angst nach Krebsdiagnose

Der Moment, der alles verändert

Krebsdiagnose

Vielleicht erinnern Sie sich noch an jedes Detail dieses Tages.
Oder an gar nichts mehr.

An den Geruch im Raum. An das Licht. An das Gesicht der Ärztin oder des Arztes.
Und dann an dieses eine Wort.

Krebs.

Manche meiner Patientinnen und Patienten sagen:
„In diesem Moment ist die Welt stehen geblieben.“
Andere berichten:
„Ich habe funktioniert. Ich habe Fragen gestellt. Und gleichzeitig war ich nicht mehr richtig da.“

Wenn Sie Ähnliches erlebt haben, möchte ich Ihnen etwas Wichtiges sagen:
Das ist keine Schwäche. Das ist Neurobiologie.

Was in Ihrem Gehirn in diesem Moment passiert

Eine Krebsdiagnose ist nicht nur eine Information.
Sie ist ein existenzielles Ereignis.

Innerhalb von Millisekunden aktiviert die Amygdala – unser inneres Alarmsystem – das autonome Nervensystem. Stresshormone werden ausgeschüttet. Der Körper geht in einen Überlebensmodus. Kampf, Flucht oder Erstarrung.

Viele Menschen geraten in eine Form von innerer Starre.
Sie hören die Worte, aber sie kommen nicht mehr an.
Das Denken wird fragmentiert.
Der Körper fühlt sich fremd an.

Eine Patientin von mir, 52 Jahre alt, sagte im Erstgespräch:
„Ich habe genickt und sogar gelächelt. Aber ich weiß bis heute nicht, wie ich nach Hause gekommen bin.“

Das ist eine Schutzreaktion.
Wenn etwas zu groß ist, reguliert sich unser System durch Distanz. Man nennt das dissoziative Reaktion. Und sie ist in dieser Situation zutiefst menschlich.

Vielleicht erleben Sie gerade …

  • innere Leere
  • einen Gedankensturm
  • Zittern oder Herzklopfen
  • das Bedürfnis, sofort alles zu regeln
  • oder den Impuls, sich unter der Bettdecke zu verkriechen

All das sind normale Antworten auf eine nicht normale Situation.

Bitte glauben Sie mir:
Sie müssen jetzt nicht „stark“ sein.
Sie müssen auch nicht sofort verstehen, was alles auf Sie zukommt.

Im Moment der Diagnose geht es nicht um Entscheidungen.
Es geht um Stabilisierung.

Warum Sie vielleicht gerade funktionieren

Einige meiner Patientinnen und Patienten wechseln in einen hochstrukturierten Modus. Sie erstellen Listen, recherchieren Studien, organisieren Zweitmeinungen.

Ein 45-jähriger Patient sagte einmal:
„Wenn ich Excel-Tabellen mache, habe ich das Gefühl, ich habe die Kontrolle zurück.“

Kontrolle ist in diesen Tagen ein psychologisches Schmerzmittel.
Und sie darf es sein.

Aber achten Sie darauf: Funktionieren ersetzt nicht Fühlen.
Und Fühlen darf in Ihrem Tempo geschehen.

Trauma-Sensibilität: Wenn alte Erfahrungen wach werden

Manche Menschen bemerken, dass nicht nur die Angst vor der Erkrankung auftaucht – sondern alte Gefühle von Ausgeliefertsein, Ohnmacht oder Kontrollverlust.

Das liegt daran, dass unser Nervensystem Bedrohung speichert.
Und existenzielle Diagnosen können frühere Erfahrungen unbewusst aktivieren.

Wenn Sie merken, dass Ihre Reaktion „größer“ ist, als Sie es sich erklären können, bedeutet das nicht, dass Sie instabil sind.
Es bedeutet, dass Ihr Nervensystem sehr wachsam ist.

Und auch das ist verstehbar.

Was jetzt wirklich wichtig ist

  1. Sie dürfen Informationen wiederholt hören.
    Schreiben Sie Fragen auf. Lassen Sie sich Dinge erklären – auch dreimal.
  2. Sie dürfen Begleitung einfordern.
    Niemand sollte diese Phase alleine durchstehen müssen.
  3. Sie müssen nicht sofort Entscheidungen treffen.
    Medizinische Dringlichkeit und psychische Verarbeitung haben unterschiedliche Geschwindigkeiten.
  4. Ihr Körper ist gerade nicht Ihr Feind.
    Er ist in einem Überlebensmodus.

Eine kleine Übung zur Stabilisierung

Diese Übung können Sie jederzeit machen – auch im Wartezimmer.

Setzen Sie beide Füße bewusst auf den Boden.
Spüren Sie den Druck unter Ihren Fußsohlen.

Schauen Sie sich langsam im Raum um und benennen Sie innerlich:

  • 5 Dinge, die Sie sehen
  • 4 Dinge, die Sie hören
  • 3 Dinge, die Sie körperlich spüren

Nehmen Sie sich dafür eine Minute Zeit.

Diese Übung hilft Ihrem Nervensystem zu verstehen:
Ich bin hier. Ich bin jetzt. Ich bin nicht in akuter Lebensgefahr.

Zum Abschluss

Sie müssen diesen Weg nicht perfekt gehen.
Sie müssen ihn nur Schritt für Schritt gehen.
Heute reicht es, zu atmen.
Heute reicht es, da zu sein.
Und wenn alles zu viel wird:
Holen Sie sich Unterstützung. Das ist kein Zeichen von Schwäche – es ist ein Zeichen von Selbstfürsorge.
Ich werde Sie hier durch die nächsten Phasen begleiten.
In Ihrem Tempo. Mit Fachwissen. Und mit Respekt vor Ihrer Geschichte.
2400 1600 dr-sibylle-multhaupt

Die Geschichte des Niaöls

Die Geschichte des Niaöls

Natürliche Hautpflege bei Bestrahlungen.
Hilfe für stark beanspruchte Haut

Niaöl entdecken...

Meine Geschichte und die Entwicklung des Niaöls

Die Geschichte hinter einem Pflegeöl, das aus Erfahrung, Forschung und dem Wunsch zu helfen entstanden ist.

Dr. Sibylle Multhaupt
Entwicklerin und Gründerin von Niaöl

Das Niaöl und ich – es ist eine lange Geschichte, die ich hier kurz erzählen möchte. Von 2004 bis 2024 war ich als Psychoonkologin in einem Brustzentrum tätig. Jetzt arbeite ich in meiner eigenen Praxis als Psychotherapeutin und Psychoonkologin.

In meiner Arbeit besetze ich also die Schnittstelle zwischen Psychologie und Medizin. Das heißt, ich führe Gespräche mit den Patientinnen. Die Diagnose Krebs hat große psychische Auswirkungen, und für die anschließende Behandlung gilt das natürlich ebenso.

Da vor allem die Chemo- und die Strahlentherapie von diversen Nebenwirkungen begleitet werden, kommen auch diese in meinen Gesprächen mit den Patientinnen häufig zur Sprache.

Zunächst habe ich auf die konventionellen, „chemischen“ Pflegeprodukte verwiesen, wie sie auch von Strahlentherapeuten empfohlen werden. Doch dann wurde mir zunehmend bewusst, dass viele Patientinnen das Bedürfnis nach einer „natürlichen“ Pflege haben – schließlich wurde ihnen während der Behandlung „Toxisches“ schon zur Genüge verabreicht.

Den Wunsch nach einer naturbelassenen Pflege konnte ich nur allzu gut verstehen. Und mir wurde noch ein zweiter, nicht zu unterschätzender Aspekt bewusst: Die Frauen wollen in diesem Prozess eine aktive Rolle einnehmen, sich selbst ihrem Körper zuwenden, um ihm zu helfen, gesund zu werden.

Also begann ich zu recherchieren, musste aber bald feststellen: Zur natürlichen Hautpflege bei Krebserkrankungen gibt es erstaunlich wenige Informationen. Das weckte meinen Spürsinn. Ich besorgte mir diverse Bücher, las und las, vertiefte mich in traditionelle und moderne Literatur zum Thema natürliche Hautpflege. Ich studierte Werke über Pflanzenheilkunde und stieß zwangsläufig auf die „weisen Frauen“, die einst ihr erprobtes Wissen von Generation zu Generation weitergegeben haben. Ihr Reichtum an Kenntnissen faszinierte mich und brachte mich letztlich zu der Überzeugung, dass ich hier auf meiner Suche eine Lösung finden kann. So fing ich an, mich intensiv mit ätherischen Ölen zu beschäftigen. Sie besitzen nicht nur ein breites Wirkspektrum als Heilmittel, sondern haben zudem die Eigenschaft, durch ihre Düfte auch auf unsere psychische und mentale Verfassung Einfluss zu nehmen.

Neben meiner Lektüre besuchte ich Kosmetikseminare und unzählige Workshops in Bayern, Tirol, Portugal und Südfrankreich. Dabei wurde profundes Wissen nicht nur vermittelt, sondern auch praktisch umgesetzt. Eine überaus wertvolle Erfahrung, die mich ermutigte, den nächsten Schritt zu wagen:

Ich wandelte meine Küche zu einem kleinen Labor um, begann mein erworbenes Wissen anzuwenden und experimentierte: Ich kochte, rührte, mixte, stellte eigene Rezepturen her, verwarf sie wieder und kreierte neue. Immer und immer wieder, bis ich es endlich gefunden hatte: ein Produkt, das die Haut schützt und pflegt, ihr bei der Regeneration von Zellen hilft und den Hautstoffwechsel anregt: das Niaöl war geboren – ein rein pflanzliches Mittel, das aus verschiedenen ätherischen Ölen besteht, deren Heilwirkungen sich auf ideale Weise ergänzen.

In diesem Öl steckt nicht nur das Wissen und die Erfahrung um die Heilkraft der darin enthaltenen Substanzen, sondern der Wunsch, Menschen in der schweren Phase der onkologischen Therapie bzw. Menschen mit sehr trockener und gereizter Haut sanft und wirksam zu unterstützen.

Natürlich musste das Niaöl dann mein „kleines Labor“ verlassen, um als Pflegeprodukt offiziell anerkannt zu werden. Es folgte der mitunter beschwerliche Weg durch den Dschungel der Bürokratie, bis es schließlich gemäß der EU-Kosmetik-Verordnung im April 2021 zugelassen wurde. Seitdem wird es hier in Deutschland produziert.

Auf jeden Fall hat sich all die Mühe gelohnt! Ich freue mich immer wieder aufs Neue über die positiven Rückmeldungen all jener Frauen und natürlich auch Männer, die das Niaöl verwenden und von dessen Wirkung begeistert sind. Und mir bleibt das schöne Gefühl, nicht nur als Psychoonkologin so gut wie möglich zu helfen, sondern auch mit dem Niaöl ein Mittel gefunden zu haben, das zusätzlich zu einer Verbesserung der Lebensqualität beitragen kann.

Mein Niaöl steht für eine optimale Pflege für stark beanspruchte und trockene Haut. Seine Inhaltsstoffe sind allesamt „reine Natur“ ohne jegliche Chemie und zu 97.8% aus kontrolliert biologischem Anbau. Die Wirksamkeit wird nicht nur in Verbraucherstudien bestätigt, sondern auch durch die zahlreichen Rückmeldungen unserer Kunden.

Die Hautpflege bei einer Strahlentherapie

Bei der Strahlentherapie (auch Radiotherapie oder Bestrahlung) im Rahmen einer onkologischen Behandlung treten häufig Irritationen der Haut in Form einer entzündlichen Reaktion als Nebenwirkung auf. Die Hautirritationen werden in der Fachsprache Radio- bzw. Strahlendermatitis genannt.

Während der Bestrahlung tritt die Strahlendermatitis unterschiedlich häufig und stark auf. Die Reaktionen sind u.a. abhängig von der Tumorlage, Größe des zu bestrahlenden Gebietes sowie vom Hauttyp und Alter der PatientInnen. Diese Reaktionen der Haut zeigen sich meist mit einer Verzögerung von einigen Tagen bis Wochen nach Bestrahlungsbeginn. Um die Nebenwirkungen einer solchen Bestrahlung abzumildern, empfehlen wir eine frühzeitige Pflege mit Niaöl.

Was genau passiert mit meiner Haut bei einer Strahlentherapie?

So notwendig die Bestrahlung auch ist, sie hemmt den Zellnachschub der Haut. Etwa zwei bis fünf Wochen nach Bestrahlungsbeginn setzt eine „überschießende“ Nachbildung von Epithelzellen (Desquamation oder Epitheliolyse genannt) ein. Dies führt zu einer erhöhten Durchblutung, was wiederum die „Einwanderung von Entzündungszellen“ in den Gefäßkanal der Haut begünstigt. Es kann zum Strahlenerythem kommen. Dies kann schmerzhaft sein und den Alltag beeinträchtigen. In genau diesen Mechanismus greift das Niaöl aufgrund seiner stark entzündungshemmenden und antioxidativen Wirkung ein und mildert die Reaktion merklich ab.

Wie sollte ich meine Haut auf eine Strahlentherapie vorbereiten?

Um Ihre Haut auf eine Strahlentherapie bestmöglich vorzubereiten, verwenden Sie das Niaöl ca. drei Wochen vor der ersten Bestrahlung zweimal täglich. Die Anwendung regt den Hautstoffwechsel an und stärkt den Hautschutzmantel– das Niaöl fördert die eigene Zellregenerierung. Dadurch ist ihre Haut insgesamt gestärkt und bestmöglich auf die Bestrahlung vorbereitet.

100% natürlich - made in Germany

Die Bestandteile des Niaöls sind allesamt reine Naturprodukte ohne jegliche chemische Zusätze.

Niaouli, lat. Melaleuca quinquenervia, wird auch als „Myrtenheide“ bezeichnet. Das ätherische Niaouliöl ist ein sehr beliebtes Produkt in der Hautpflege.
Niaouli wirkt antiviral, antimykotisch, antiinflammatorisch. Niaouli hat stark hautregenerierende und zellreparierende, sowie immunstärkende Eigenschaften, wirkt gegen Verbrennungen und kann Strahlenschäden lindern.

Lavendel, lat. Lavandula, gilt seit jeher als bewährtes Volksheilmittel und Allheilmittel. Lavendel hilft bei Verbrennungen und Verbrühungen und eignet sich hervorragend zur Narbenpflege. Lavendel wirkt antiseptisch, wundheilend schmerzlindernd, durchblutungsfördernd, entspannend und wird als sanftes Schlafmittel sowie zur Angstbehandlung eingesetzt. Hervorzuheben ist die sehr gute Verträglichkeit des Lavendels, allergische Reaktionen treten äußerst selten auf.

Sanddorn, lat. Elaeagnaceae, wird auch als Zitrone des Nordens bezeichnet. Das fetthaltige Sanddornfruchtfleischöl fördert die Wundheilung und Epithelisierung. Es wird bei Verbrennungen und Sonnenbrand eingesetzt. Sanddornfruchtfleischöl wirkt zellregenerierend, entzündungshemmend und antioxidativ und regt die hauteigenen Stoffwechselprozesse an. Darüber hinaus beruhigt es stark beanspruchte Haut und spendet Feuchtigkeit.

Einer der Hauptvorteile von Jojobaöl ist seine Fähigkeit, intensive Feuchtigkeit zu spenden. Es enthält natürliche Feuchthaltemittel, die dazu beitragen können, den Feuchtigkeitsgehalt der Haut zu erhöhen und zu erhalten. Dies kann dazu beitragen, die Haut geschmeidig und glatt zu halten.
Darüber hinaus ist Jojobaöl reich an nährenden Inhaltsstoffen wie Vitamin E, Mineralstoffen und Fettsäuren.

Mandelöl ist ein feines und leichtes Öl, das wertvolle Fettsäuren, Nährstoffe und Vitamine enthält. Es eignet sich besonders gut zur Pflege von trockener, juckender und schuppiger Haut aufgrund seiner besonderen Fähigkeiten. Mandelöl wird aufgrund seiner antioxidativen Eigenschaften auch als Schutz gegen freie Radikale und Hautalterung eingesetzt.

Aprikosenkernöl ist reichhaltig und kann den Hautstoffwechsel anregen, was dazu beitragen kann, die Elastizität der Haut zu erhalten und sie zu revitalisieren. Es ist besonders geeignet für die Pflege empfindlicher, spröder und strapazierter Haut. Das Öl wird aus den Kernen von Aprikosen gewonnen und enthält wichtige Nährstoffe wie Vitamine A und E sowie essentielle Fettsäuren, die dazu beitragen können, die Haut mit Feuchtigkeit zu versorgen und sie geschmeidig zu halten.