Wirbelnde dunkle Schatten im Nebel, Sinnbild für Angst nach Krebsdiagnose

Angst hat eine Biologie

Angst hat eine Biologie

Warum sie in der onkologischen Situation entsteht – und wie Sie lernen können, anders mit ihr umzugehen

Seit Ihrer Diagnose hat Angst vermutlich eine neue Qualität bekommen.

Vielleicht kennen Sie das:

  • Ein Kontrolltermin steht an – und Ihr Körper reagiert Tage vorher.
  • Ein neues körperliches Signal taucht auf – und Ihr Kopf springt sofort zum schlimmsten Szenario.
  • Sie wachen nachts auf – und die Gedanken laufen ohne Bremse weiter.

Wenn das so ist, dann möchte ich Ihnen zunächst etwas Grundlegendes sagen:

Angst in einer Krebserkrankung ist kein irrationales Phänomen.
Sie ist eine nachvollziehbare, biologisch vorbereitete Reaktion auf eine reale Bedrohung.

Die Frage ist nicht, warum Sie Angst haben.
Die Frage ist: Wie entsteht sie genau – und wie können Sie sie regulieren?

Das verhaltenstherapeutische Modell: Wie Angst sich aufrechterhält

In der Verhaltenstherapie betrachten wir Angst als Zusammenspiel von vier Ebenen:

  1. Gedanken
  2. Körperreaktionen
  3. Gefühle
  4. Verhalten

Diese Ebenen beeinflussen sich gegenseitig – oft in Sekundenbruchteilen.

Nehmen wir ein konkretes Beispiel:

Sie spüren ein Ziehen im Rücken.

Gedanke:
„Das könnten Metastasen sein.“

Körper:
Herzschlag steigt, Muskeln spannen sich an.

Gefühl:
Angst, vielleicht Panik.

Verhalten:
Sie googeln Symptome oder beobachten Ihren Körper noch intensiver.

Kurzfristig fühlen Sie sich durch das Googeln aktiver.
Langfristig steigt jedoch die Sensibilität für jedes weitere Signal.

Das nennt man einen Verstärkungskreislauf.

Warum Krebs Angst besonders nährt

In der Onkologie kommen mehrere Faktoren zusammen:

  1. Reale Unsicherheit

Medizinische Prognosen sind Wahrscheinlichkeiten, keine Garantien.
Das menschliche Gehirn liebt jedoch Sicherheit.

  1. Körper als Auslöser

Der Körper ist nicht mehr neutraler Hintergrund, sondern wird zum möglichen Gefahrenort.

Eine Patientin sagte einmal:
„Früher war mein Körper einfach da. Jetzt beobachte ich ihn wie ein Detektiv.“

Dauerbeobachtung erhöht die Wahrnehmungsschwelle.
Sie spüren mehr – und interpretieren schneller bedrohlich.

  1. Vermeidungsverhalten

Manche Menschen vermeiden Arztbriefe, Gespräche oder Nachsorgetermine.
Kurzfristig sinkt die Anspannung.
Langfristig steigt sie.

Vermeidung ist ein sehr wirksamer Angstreduzierer – aber nur kurzfristig.

Sicherheitsverhalten – subtil, aber wirkungsvoll

Nicht jede Angstreaktion ist dramatisch.
Oft zeigt sie sich in kleinen Strategien:

  • mehrmals täglich den Lymphknoten abtasten
  • ständig Rückversicherung beim Partner einholen
  • Symptome mit früheren Befunden vergleichen
  • medizinische Foren durchforsten

Diese Verhaltensweisen geben das Gefühl von Kontrolle.
Aber sie senden dem Gehirn gleichzeitig die Botschaft:

„Es gibt Grund zur Sorge.“

So bleibt das Alarmsystem aktiviert.

Ein klinischer Moment

Ein 60-jähriger Patient mit Lungenkarzinom berichtete mir:

„Ich taste jeden Abend meinen Hals ab. Wenn ich es nicht tue, werde ich unruhig.“

Wir haben gemeinsam untersucht, was passiert, wenn er das Abtasten einen Abend auslässt.

Seine Angst stieg zunächst deutlich an.
Nach etwa 20 Minuten begann sie von selbst zu sinken.

Das war ein entscheidender Moment.
Er erlebte: Angst reguliert sich auch ohne Sicherheitsritual.

Das nennt man Habituation.

Was Sie konkret tun können

  1. Gedanken überprüfen – nicht bekämpfen

Wenn ein bedrohlicher Gedanke auftaucht, stellen Sie sich drei Fragen:

  • Was ist der Beweis für diesen Gedanken?
  • Gibt es alternative Erklärungen?
  • Würde ich einer anderen Person das Gleiche sagen?

Es geht nicht darum, Angst „wegzudenken“.
Es geht darum, automatische Katastrophisierung zu relativieren.

  1. Körpersignale neu bewerten

Nicht jedes Symptom ist ein Rückfall.

Üben Sie folgende innere Formulierung:

„Das ist eine Empfindung. Noch keine Diagnose.“

Dieser Satz schafft einen minimalen Abstand zwischen Wahrnehmung und Interpretation.

  1. Sicherheitsverhalten dosieren

Wählen Sie bewusst eine kleine Gewohnheit aus, die Sie reduzieren möchten.

Beispiel:
Nur noch einmal täglich googeln – nicht fünfmal.

Oder:
Einen Abend kein Abtasten.

Beobachten Sie, was passiert.
Angst steigt – und fällt wieder.

Sie lernen Ihrem Nervensystem:
Gefahr wird nicht größer, nur weil ich nicht kontrolliere.

Wenn Angst körperlich überflutet

Manchmal ist die Angst so stark, dass Denken kaum möglich ist.

Dann arbeiten wir primär körperlich.

Übung: Physiologische Beruhigung

Setzen Sie sich aufrecht hin.
Atmen Sie durch die Nase ein.
Atmen Sie langsam durch den Mund aus – als würden Sie durch einen Strohhalm pusten.

Machen Sie das 10–15 Mal.

Längeres Ausatmen aktiviert parasympathische Regulation.

Danach drücken Sie Ihre Füße fest in den Boden.
Spüren Sie die Muskelkraft.

Angst ist Aktivierung.
Regulation braucht Gegenimpulse.

Ein realistischer Blick

In der Onkologie geht es nicht darum, Angst vollständig zu eliminieren.
Ein gewisses Maß bleibt – weil Unsicherheit real ist.

Ziel ist nicht Angstfreiheit.
Ziel ist Handlungsfähigkeit trotz Angst.

Sie dürfen ängstlich sein und trotzdem Termine wahrnehmen.
Sie dürfen zittern und trotzdem Fragen stellen.
Sie dürfen Sorge empfinden und trotzdem leben.

Zum Abschluss

Angst ist kein Gegner.
Sie ist ein biologisches Warnsystem.
In Ihrer Situation ist es verständlich, dass es sensibler reagiert.
Aber Sie können lernen, dieses System zu regulieren.
Nicht mit Härte.
Sondern mit Verständnis, Übung und wiederholter Erfahrung von Sicherheit.
Und genau dabei begleite ich Sie hier Schritt für Schritt.
2400 1600 dr-sibylle-multhaupt

Die Geschichte des Niaöls

Die Geschichte des Niaöls

Natürliche Hautpflege bei Bestrahlungen.
Hilfe für stark beanspruchte Haut

Niaöl entdecken...

Meine Geschichte und die Entwicklung des Niaöls

Die Geschichte hinter einem Pflegeöl, das aus Erfahrung, Forschung und dem Wunsch zu helfen entstanden ist.

Dr. Sibylle Multhaupt
Entwicklerin und Gründerin von Niaöl

Das Niaöl und ich – es ist eine lange Geschichte, die ich hier kurz erzählen möchte. Von 2004 bis 2024 war ich als Psychoonkologin in einem Brustzentrum tätig. Jetzt arbeite ich in meiner eigenen Praxis als Psychotherapeutin und Psychoonkologin.

In meiner Arbeit besetze ich also die Schnittstelle zwischen Psychologie und Medizin. Das heißt, ich führe Gespräche mit den Patientinnen. Die Diagnose Krebs hat große psychische Auswirkungen, und für die anschließende Behandlung gilt das natürlich ebenso.

Da vor allem die Chemo- und die Strahlentherapie von diversen Nebenwirkungen begleitet werden, kommen auch diese in meinen Gesprächen mit den Patientinnen häufig zur Sprache.

Zunächst habe ich auf die konventionellen, „chemischen“ Pflegeprodukte verwiesen, wie sie auch von Strahlentherapeuten empfohlen werden. Doch dann wurde mir zunehmend bewusst, dass viele Patientinnen das Bedürfnis nach einer „natürlichen“ Pflege haben – schließlich wurde ihnen während der Behandlung „Toxisches“ schon zur Genüge verabreicht.

Den Wunsch nach einer naturbelassenen Pflege konnte ich nur allzu gut verstehen. Und mir wurde noch ein zweiter, nicht zu unterschätzender Aspekt bewusst: Die Frauen wollen in diesem Prozess eine aktive Rolle einnehmen, sich selbst ihrem Körper zuwenden, um ihm zu helfen, gesund zu werden.

Also begann ich zu recherchieren, musste aber bald feststellen: Zur natürlichen Hautpflege bei Krebserkrankungen gibt es erstaunlich wenige Informationen. Das weckte meinen Spürsinn. Ich besorgte mir diverse Bücher, las und las, vertiefte mich in traditionelle und moderne Literatur zum Thema natürliche Hautpflege. Ich studierte Werke über Pflanzenheilkunde und stieß zwangsläufig auf die „weisen Frauen“, die einst ihr erprobtes Wissen von Generation zu Generation weitergegeben haben. Ihr Reichtum an Kenntnissen faszinierte mich und brachte mich letztlich zu der Überzeugung, dass ich hier auf meiner Suche eine Lösung finden kann. So fing ich an, mich intensiv mit ätherischen Ölen zu beschäftigen. Sie besitzen nicht nur ein breites Wirkspektrum als Heilmittel, sondern haben zudem die Eigenschaft, durch ihre Düfte auch auf unsere psychische und mentale Verfassung Einfluss zu nehmen.

Neben meiner Lektüre besuchte ich Kosmetikseminare und unzählige Workshops in Bayern, Tirol, Portugal und Südfrankreich. Dabei wurde profundes Wissen nicht nur vermittelt, sondern auch praktisch umgesetzt. Eine überaus wertvolle Erfahrung, die mich ermutigte, den nächsten Schritt zu wagen:

Ich wandelte meine Küche zu einem kleinen Labor um, begann mein erworbenes Wissen anzuwenden und experimentierte: Ich kochte, rührte, mixte, stellte eigene Rezepturen her, verwarf sie wieder und kreierte neue. Immer und immer wieder, bis ich es endlich gefunden hatte: ein Produkt, das die Haut schützt und pflegt, ihr bei der Regeneration von Zellen hilft und den Hautstoffwechsel anregt: das Niaöl war geboren – ein rein pflanzliches Mittel, das aus verschiedenen ätherischen Ölen besteht, deren Heilwirkungen sich auf ideale Weise ergänzen.

In diesem Öl steckt nicht nur das Wissen und die Erfahrung um die Heilkraft der darin enthaltenen Substanzen, sondern der Wunsch, Menschen in der schweren Phase der onkologischen Therapie bzw. Menschen mit sehr trockener und gereizter Haut sanft und wirksam zu unterstützen.

Natürlich musste das Niaöl dann mein „kleines Labor“ verlassen, um als Pflegeprodukt offiziell anerkannt zu werden. Es folgte der mitunter beschwerliche Weg durch den Dschungel der Bürokratie, bis es schließlich gemäß der EU-Kosmetik-Verordnung im April 2021 zugelassen wurde. Seitdem wird es hier in Deutschland produziert.

Auf jeden Fall hat sich all die Mühe gelohnt! Ich freue mich immer wieder aufs Neue über die positiven Rückmeldungen all jener Frauen und natürlich auch Männer, die das Niaöl verwenden und von dessen Wirkung begeistert sind. Und mir bleibt das schöne Gefühl, nicht nur als Psychoonkologin so gut wie möglich zu helfen, sondern auch mit dem Niaöl ein Mittel gefunden zu haben, das zusätzlich zu einer Verbesserung der Lebensqualität beitragen kann.

Mein Niaöl steht für eine optimale Pflege für stark beanspruchte und trockene Haut. Seine Inhaltsstoffe sind allesamt „reine Natur“ ohne jegliche Chemie und zu 97.8% aus kontrolliert biologischem Anbau. Die Wirksamkeit wird nicht nur in Verbraucherstudien bestätigt, sondern auch durch die zahlreichen Rückmeldungen unserer Kunden.

Die Hautpflege bei einer Strahlentherapie

Bei der Strahlentherapie (auch Radiotherapie oder Bestrahlung) im Rahmen einer onkologischen Behandlung treten häufig Irritationen der Haut in Form einer entzündlichen Reaktion als Nebenwirkung auf. Die Hautirritationen werden in der Fachsprache Radio- bzw. Strahlendermatitis genannt.

Während der Bestrahlung tritt die Strahlendermatitis unterschiedlich häufig und stark auf. Die Reaktionen sind u.a. abhängig von der Tumorlage, Größe des zu bestrahlenden Gebietes sowie vom Hauttyp und Alter der PatientInnen. Diese Reaktionen der Haut zeigen sich meist mit einer Verzögerung von einigen Tagen bis Wochen nach Bestrahlungsbeginn. Um die Nebenwirkungen einer solchen Bestrahlung abzumildern, empfehlen wir eine frühzeitige Pflege mit Niaöl.

Was genau passiert mit meiner Haut bei einer Strahlentherapie?

So notwendig die Bestrahlung auch ist, sie hemmt den Zellnachschub der Haut. Etwa zwei bis fünf Wochen nach Bestrahlungsbeginn setzt eine „überschießende“ Nachbildung von Epithelzellen (Desquamation oder Epitheliolyse genannt) ein. Dies führt zu einer erhöhten Durchblutung, was wiederum die „Einwanderung von Entzündungszellen“ in den Gefäßkanal der Haut begünstigt. Es kann zum Strahlenerythem kommen. Dies kann schmerzhaft sein und den Alltag beeinträchtigen. In genau diesen Mechanismus greift das Niaöl aufgrund seiner stark entzündungshemmenden und antioxidativen Wirkung ein und mildert die Reaktion merklich ab.

Wie sollte ich meine Haut auf eine Strahlentherapie vorbereiten?

Um Ihre Haut auf eine Strahlentherapie bestmöglich vorzubereiten, verwenden Sie das Niaöl ca. drei Wochen vor der ersten Bestrahlung zweimal täglich. Die Anwendung regt den Hautstoffwechsel an und stärkt den Hautschutzmantel– das Niaöl fördert die eigene Zellregenerierung. Dadurch ist ihre Haut insgesamt gestärkt und bestmöglich auf die Bestrahlung vorbereitet.

100% natürlich - made in Germany

Die Bestandteile des Niaöls sind allesamt reine Naturprodukte ohne jegliche chemische Zusätze.

Niaouli, lat. Melaleuca quinquenervia, wird auch als „Myrtenheide“ bezeichnet. Das ätherische Niaouliöl ist ein sehr beliebtes Produkt in der Hautpflege.
Niaouli wirkt antiviral, antimykotisch, antiinflammatorisch. Niaouli hat stark hautregenerierende und zellreparierende, sowie immunstärkende Eigenschaften, wirkt gegen Verbrennungen und kann Strahlenschäden lindern.

Lavendel, lat. Lavandula, gilt seit jeher als bewährtes Volksheilmittel und Allheilmittel. Lavendel hilft bei Verbrennungen und Verbrühungen und eignet sich hervorragend zur Narbenpflege. Lavendel wirkt antiseptisch, wundheilend schmerzlindernd, durchblutungsfördernd, entspannend und wird als sanftes Schlafmittel sowie zur Angstbehandlung eingesetzt. Hervorzuheben ist die sehr gute Verträglichkeit des Lavendels, allergische Reaktionen treten äußerst selten auf.

Sanddorn, lat. Elaeagnaceae, wird auch als Zitrone des Nordens bezeichnet. Das fetthaltige Sanddornfruchtfleischöl fördert die Wundheilung und Epithelisierung. Es wird bei Verbrennungen und Sonnenbrand eingesetzt. Sanddornfruchtfleischöl wirkt zellregenerierend, entzündungshemmend und antioxidativ und regt die hauteigenen Stoffwechselprozesse an. Darüber hinaus beruhigt es stark beanspruchte Haut und spendet Feuchtigkeit.

Einer der Hauptvorteile von Jojobaöl ist seine Fähigkeit, intensive Feuchtigkeit zu spenden. Es enthält natürliche Feuchthaltemittel, die dazu beitragen können, den Feuchtigkeitsgehalt der Haut zu erhöhen und zu erhalten. Dies kann dazu beitragen, die Haut geschmeidig und glatt zu halten.
Darüber hinaus ist Jojobaöl reich an nährenden Inhaltsstoffen wie Vitamin E, Mineralstoffen und Fettsäuren.

Mandelöl ist ein feines und leichtes Öl, das wertvolle Fettsäuren, Nährstoffe und Vitamine enthält. Es eignet sich besonders gut zur Pflege von trockener, juckender und schuppiger Haut aufgrund seiner besonderen Fähigkeiten. Mandelöl wird aufgrund seiner antioxidativen Eigenschaften auch als Schutz gegen freie Radikale und Hautalterung eingesetzt.

Aprikosenkernöl ist reichhaltig und kann den Hautstoffwechsel anregen, was dazu beitragen kann, die Elastizität der Haut zu erhalten und sie zu revitalisieren. Es ist besonders geeignet für die Pflege empfindlicher, spröder und strapazierter Haut. Das Öl wird aus den Kernen von Aprikosen gewonnen und enthält wichtige Nährstoffe wie Vitamine A und E sowie essentielle Fettsäuren, die dazu beitragen können, die Haut mit Feuchtigkeit zu versorgen und sie geschmeidig zu halten.