Verschwommene Person vor heller Wand, nach unten schauens, Ausdruck von Angst nach Krebsdiagnose

Wenn die Angst plötzlich den ganzen Raum einnimmt

Angst nach Krebsdiagnose

Was in Ihrem Nervensystem geschieht – und wie Sie wieder Boden unter die Füße bekommen.

Angst nach einer Krebsdiagnose ist keine Randerscheinung. Sie ist häufig das dominierende Erleben.

Vielleicht kennen Sie diese Momente:

  • Ein Gedanke an Metastasen – und Ihr Puls steigt sofort.
  • Eine kurze körperliche Empfindung – und Ihr Kopf malt das schlimmste Szenario.
  • Ein Kontrolltermin im Kalender – und Tage vorher ist Ihr Schlaf flach und unruhig.

Viele Betroffene sagen mir:
„Ich erkenne mich selbst nicht wieder. Ich war früher nicht so ängstlich.“

Doch Angst verändert nicht Ihren Charakter.
Sie spiegelt die Aktivierung Ihres Überlebenssystems.

Die Biologie hinter der Angst

Wenn eine existenzielle Bedrohung im Raum steht, arbeitet Ihr Gehirn nicht primär analytisch, sondern protektiv.

Die Amygdala bewertet Reize extrem schnell.
Sie unterscheidet nicht zwischen „wahrscheinlich“ und „möglich“.
Sie prüft nur: Könnte das gefährlich sein?

Nach einer Krebsdiagnose ist diese Alarmanlage besonders sensibel.
Jede körperliche Veränderung kann als Hinweis auf Gefahr interpretiert werden.

Eine Patientin mit einem Ovarialkarzinom sagte zu mir:
„Früher war ein Ziehen im Bauch einfach ein Ziehen. Jetzt ist es sofort ein Tumor.“

Das ist kein irrationales Denken.
Es ist ein Nervensystem, das gelernt hat: Der Körper kann Schauplatz einer Bedrohung sein.

Wenn der Körper nicht mehr selbstverständlich ist

Ein tiefgreifender Aspekt in der Onkologie ist der Vertrauensverlust in den eigenen Körper.

Vor der Diagnose war er Alltag.
Jetzt wird er beobachtet, geprüft, misstrauisch befragt.

Manche Betroffene beschreiben:

  • verstärkte Selbstbeobachtung
  • ein Gefühl von Fremdheit im eigenen Körper
  • übermäßige Google-Recherche zu Symptomen
  • das Bedürfnis nach ständiger Rückversicherung

Das sind Versuche, Unsicherheit zu reduzieren.

Doch paradoxerweise verstärkt permanente Selbstüberwachung häufig die Angst.

Angst ist nicht nur Gedanke – sie ist Körper

Vielleicht spüren Sie:

  • Enge im Brustkorb
  • flachen Atem
  • Druck im Magen
  • innere Unruhe
  • das Bedürfnis, sich abzulenken

Angst ist ein physiologischer Zustand.
Sie lässt sich nicht allein durch rationales Denken auflösen.

Ein Patient sagte einmal:
„Ich weiß, dass die Prognose gut ist. Aber mein Körper glaubt es nicht.“

Ein sehr präziser Satz.

Kognitive Information und neuronale Sicherheit sind zwei unterschiedliche Ebenen.

Wenn frühere Erfahrungen mitschwingen

Manche Reaktionen wirken unverhältnismäßig intensiv.
Vielleicht erleben Sie Panik in medizinischen Situationen.
Oder starke Ohnmachtsgefühle bei Kontrollverlust.

In meiner klinischen Arbeit habe ich immer wieder erlebt, dass eine aktuelle Diagnose frühere Erfahrungen von Hilflosigkeit aktiviert – manchmal bewusst, manchmal implizit.

Das bedeutet nicht, dass „etwas nicht stimmt“.
Es bedeutet, dass Ihr Nervensystem Bedrohungserfahrungen speichert und verknüpft.

Ein Trauma ist kein Gedächtnis wie ein Fotoalbum.
Es ist eine gespeicherte Körperreaktion.

Und Krebs kann dieses System triggern.

Was Angst nicht ist

Angst bedeutet nicht, dass Sie schwach sind.
Sie bedeutet nicht, dass Sie die Situation schlechter bewältigen.
Und sie ist kein Zeichen mangelnder Resilienz.

Angst ist ein Signal.
Die Frage ist nicht: Wie bekomme ich sie weg?
Sondern: Wie kann ich sie regulieren, ohne mich selbst zu bekämpfen?

Ein klinischer Moment

Ein 57-jähriger Patient mit Prostatakarzinom kam zu mir und sagte:
„Ich habe das Gefühl, ich verliere die Kontrolle über alles.“

Ich fragte ihn nicht zuerst nach seinen Gedanken.
Ich fragte: „Wo im Körper spüren Sie das?“

Er zeigte auf seinen Solarplexus.
Dort begannen wir zu arbeiten – mit Atem, mit Druck der Hand, mit langsamer Wahrnehmung.

Nach einigen Minuten sagte er:
„Es ist weniger eng.“

Angst lässt sich nicht diskutieren.
Sie lässt sich regulieren.

Eine Übung für akute Angstspitzen

Diese Übung ist hilfreich, wenn Sie merken, dass Ihr System hochfährt.

  1. Stellen Sie beide Füße fest auf den Boden.
  2. Drücken Sie die Fußsohlen für 10 Sekunden bewusst in den Untergrund.
  3. Lösen Sie den Druck langsam.
  4. Wiederholen Sie das dreimal.

Danach legen Sie eine Hand auf Ihren unteren Bauch.
Atmen Sie ruhig ein.
Und etwas länger aus.

Während der Ausatmung sagen Sie innerlich:
„Jetzt.“

Nicht „für immer“.
Nicht „nie wieder“.
Nur: „Jetzt.“

Angst projiziert in die Zukunft.
Regulation findet im gegenwärtigen Moment statt.

Was Sie sich erlauben dürfen

Angst zu benennen, statt sie zu verdrängen.
Unterstützung zu suchen, auch wenn Sie sonst viel alleine tragen.
Ihre Belastungsgrenze ernst zu nehmen.
medizinische Informationen dosiert aufzunehmen.
Und vor allem:
Sie dürfen lernen, Ihrem Körper wieder zuzuhören, ohne ihn permanent zu überwachen.
Das ist ein Prozess.
Kein Schalter.
Ich werde in weiteren Beiträgen genauer darauf eingehen, wie Sie Sicherheit im Körper wieder aufbauen können.
Für heute reicht vielleicht eine kleine Erkenntnis:
Ihre Angst ist verständlich.
Und sie ist regulierbar.
2400 1600 dr-sibylle-multhaupt

Die Geschichte des Niaöls

Die Geschichte des Niaöls

Natürliche Hautpflege bei Bestrahlungen.
Hilfe für stark beanspruchte Haut

Niaöl entdecken...

Meine Geschichte und die Entwicklung des Niaöls

Die Geschichte hinter einem Pflegeöl, das aus Erfahrung, Forschung und dem Wunsch zu helfen entstanden ist.

Dr. Sibylle Multhaupt
Entwicklerin und Gründerin von Niaöl

Das Niaöl und ich – es ist eine lange Geschichte, die ich hier kurz erzählen möchte. Von 2004 bis 2024 war ich als Psychoonkologin in einem Brustzentrum tätig. Jetzt arbeite ich in meiner eigenen Praxis als Psychotherapeutin und Psychoonkologin.

In meiner Arbeit besetze ich also die Schnittstelle zwischen Psychologie und Medizin. Das heißt, ich führe Gespräche mit den Patientinnen. Die Diagnose Krebs hat große psychische Auswirkungen, und für die anschließende Behandlung gilt das natürlich ebenso.

Da vor allem die Chemo- und die Strahlentherapie von diversen Nebenwirkungen begleitet werden, kommen auch diese in meinen Gesprächen mit den Patientinnen häufig zur Sprache.

Zunächst habe ich auf die konventionellen, „chemischen“ Pflegeprodukte verwiesen, wie sie auch von Strahlentherapeuten empfohlen werden. Doch dann wurde mir zunehmend bewusst, dass viele Patientinnen das Bedürfnis nach einer „natürlichen“ Pflege haben – schließlich wurde ihnen während der Behandlung „Toxisches“ schon zur Genüge verabreicht.

Den Wunsch nach einer naturbelassenen Pflege konnte ich nur allzu gut verstehen. Und mir wurde noch ein zweiter, nicht zu unterschätzender Aspekt bewusst: Die Frauen wollen in diesem Prozess eine aktive Rolle einnehmen, sich selbst ihrem Körper zuwenden, um ihm zu helfen, gesund zu werden.

Also begann ich zu recherchieren, musste aber bald feststellen: Zur natürlichen Hautpflege bei Krebserkrankungen gibt es erstaunlich wenige Informationen. Das weckte meinen Spürsinn. Ich besorgte mir diverse Bücher, las und las, vertiefte mich in traditionelle und moderne Literatur zum Thema natürliche Hautpflege. Ich studierte Werke über Pflanzenheilkunde und stieß zwangsläufig auf die „weisen Frauen“, die einst ihr erprobtes Wissen von Generation zu Generation weitergegeben haben. Ihr Reichtum an Kenntnissen faszinierte mich und brachte mich letztlich zu der Überzeugung, dass ich hier auf meiner Suche eine Lösung finden kann. So fing ich an, mich intensiv mit ätherischen Ölen zu beschäftigen. Sie besitzen nicht nur ein breites Wirkspektrum als Heilmittel, sondern haben zudem die Eigenschaft, durch ihre Düfte auch auf unsere psychische und mentale Verfassung Einfluss zu nehmen.

Neben meiner Lektüre besuchte ich Kosmetikseminare und unzählige Workshops in Bayern, Tirol, Portugal und Südfrankreich. Dabei wurde profundes Wissen nicht nur vermittelt, sondern auch praktisch umgesetzt. Eine überaus wertvolle Erfahrung, die mich ermutigte, den nächsten Schritt zu wagen:

Ich wandelte meine Küche zu einem kleinen Labor um, begann mein erworbenes Wissen anzuwenden und experimentierte: Ich kochte, rührte, mixte, stellte eigene Rezepturen her, verwarf sie wieder und kreierte neue. Immer und immer wieder, bis ich es endlich gefunden hatte: ein Produkt, das die Haut schützt und pflegt, ihr bei der Regeneration von Zellen hilft und den Hautstoffwechsel anregt: das Niaöl war geboren – ein rein pflanzliches Mittel, das aus verschiedenen ätherischen Ölen besteht, deren Heilwirkungen sich auf ideale Weise ergänzen.

In diesem Öl steckt nicht nur das Wissen und die Erfahrung um die Heilkraft der darin enthaltenen Substanzen, sondern der Wunsch, Menschen in der schweren Phase der onkologischen Therapie bzw. Menschen mit sehr trockener und gereizter Haut sanft und wirksam zu unterstützen.

Natürlich musste das Niaöl dann mein „kleines Labor“ verlassen, um als Pflegeprodukt offiziell anerkannt zu werden. Es folgte der mitunter beschwerliche Weg durch den Dschungel der Bürokratie, bis es schließlich gemäß der EU-Kosmetik-Verordnung im April 2021 zugelassen wurde. Seitdem wird es hier in Deutschland produziert.

Auf jeden Fall hat sich all die Mühe gelohnt! Ich freue mich immer wieder aufs Neue über die positiven Rückmeldungen all jener Frauen und natürlich auch Männer, die das Niaöl verwenden und von dessen Wirkung begeistert sind. Und mir bleibt das schöne Gefühl, nicht nur als Psychoonkologin so gut wie möglich zu helfen, sondern auch mit dem Niaöl ein Mittel gefunden zu haben, das zusätzlich zu einer Verbesserung der Lebensqualität beitragen kann.

Mein Niaöl steht für eine optimale Pflege für stark beanspruchte und trockene Haut. Seine Inhaltsstoffe sind allesamt „reine Natur“ ohne jegliche Chemie und zu 97.8% aus kontrolliert biologischem Anbau. Die Wirksamkeit wird nicht nur in Verbraucherstudien bestätigt, sondern auch durch die zahlreichen Rückmeldungen unserer Kunden.

Die Hautpflege bei einer Strahlentherapie

Bei der Strahlentherapie (auch Radiotherapie oder Bestrahlung) im Rahmen einer onkologischen Behandlung treten häufig Irritationen der Haut in Form einer entzündlichen Reaktion als Nebenwirkung auf. Die Hautirritationen werden in der Fachsprache Radio- bzw. Strahlendermatitis genannt.

Während der Bestrahlung tritt die Strahlendermatitis unterschiedlich häufig und stark auf. Die Reaktionen sind u.a. abhängig von der Tumorlage, Größe des zu bestrahlenden Gebietes sowie vom Hauttyp und Alter der PatientInnen. Diese Reaktionen der Haut zeigen sich meist mit einer Verzögerung von einigen Tagen bis Wochen nach Bestrahlungsbeginn. Um die Nebenwirkungen einer solchen Bestrahlung abzumildern, empfehlen wir eine frühzeitige Pflege mit Niaöl.

Was genau passiert mit meiner Haut bei einer Strahlentherapie?

So notwendig die Bestrahlung auch ist, sie hemmt den Zellnachschub der Haut. Etwa zwei bis fünf Wochen nach Bestrahlungsbeginn setzt eine „überschießende“ Nachbildung von Epithelzellen (Desquamation oder Epitheliolyse genannt) ein. Dies führt zu einer erhöhten Durchblutung, was wiederum die „Einwanderung von Entzündungszellen“ in den Gefäßkanal der Haut begünstigt. Es kann zum Strahlenerythem kommen. Dies kann schmerzhaft sein und den Alltag beeinträchtigen. In genau diesen Mechanismus greift das Niaöl aufgrund seiner stark entzündungshemmenden und antioxidativen Wirkung ein und mildert die Reaktion merklich ab.

Wie sollte ich meine Haut auf eine Strahlentherapie vorbereiten?

Um Ihre Haut auf eine Strahlentherapie bestmöglich vorzubereiten, verwenden Sie das Niaöl ca. drei Wochen vor der ersten Bestrahlung zweimal täglich. Die Anwendung regt den Hautstoffwechsel an und stärkt den Hautschutzmantel– das Niaöl fördert die eigene Zellregenerierung. Dadurch ist ihre Haut insgesamt gestärkt und bestmöglich auf die Bestrahlung vorbereitet.

100% natürlich - made in Germany

Die Bestandteile des Niaöls sind allesamt reine Naturprodukte ohne jegliche chemische Zusätze.

Niaouli, lat. Melaleuca quinquenervia, wird auch als „Myrtenheide“ bezeichnet. Das ätherische Niaouliöl ist ein sehr beliebtes Produkt in der Hautpflege.
Niaouli wirkt antiviral, antimykotisch, antiinflammatorisch. Niaouli hat stark hautregenerierende und zellreparierende, sowie immunstärkende Eigenschaften, wirkt gegen Verbrennungen und kann Strahlenschäden lindern.

Lavendel, lat. Lavandula, gilt seit jeher als bewährtes Volksheilmittel und Allheilmittel. Lavendel hilft bei Verbrennungen und Verbrühungen und eignet sich hervorragend zur Narbenpflege. Lavendel wirkt antiseptisch, wundheilend schmerzlindernd, durchblutungsfördernd, entspannend und wird als sanftes Schlafmittel sowie zur Angstbehandlung eingesetzt. Hervorzuheben ist die sehr gute Verträglichkeit des Lavendels, allergische Reaktionen treten äußerst selten auf.

Sanddorn, lat. Elaeagnaceae, wird auch als Zitrone des Nordens bezeichnet. Das fetthaltige Sanddornfruchtfleischöl fördert die Wundheilung und Epithelisierung. Es wird bei Verbrennungen und Sonnenbrand eingesetzt. Sanddornfruchtfleischöl wirkt zellregenerierend, entzündungshemmend und antioxidativ und regt die hauteigenen Stoffwechselprozesse an. Darüber hinaus beruhigt es stark beanspruchte Haut und spendet Feuchtigkeit.

Einer der Hauptvorteile von Jojobaöl ist seine Fähigkeit, intensive Feuchtigkeit zu spenden. Es enthält natürliche Feuchthaltemittel, die dazu beitragen können, den Feuchtigkeitsgehalt der Haut zu erhöhen und zu erhalten. Dies kann dazu beitragen, die Haut geschmeidig und glatt zu halten.
Darüber hinaus ist Jojobaöl reich an nährenden Inhaltsstoffen wie Vitamin E, Mineralstoffen und Fettsäuren.

Mandelöl ist ein feines und leichtes Öl, das wertvolle Fettsäuren, Nährstoffe und Vitamine enthält. Es eignet sich besonders gut zur Pflege von trockener, juckender und schuppiger Haut aufgrund seiner besonderen Fähigkeiten. Mandelöl wird aufgrund seiner antioxidativen Eigenschaften auch als Schutz gegen freie Radikale und Hautalterung eingesetzt.

Aprikosenkernöl ist reichhaltig und kann den Hautstoffwechsel anregen, was dazu beitragen kann, die Elastizität der Haut zu erhalten und sie zu revitalisieren. Es ist besonders geeignet für die Pflege empfindlicher, spröder und strapazierter Haut. Das Öl wird aus den Kernen von Aprikosen gewonnen und enthält wichtige Nährstoffe wie Vitamine A und E sowie essentielle Fettsäuren, die dazu beitragen können, die Haut mit Feuchtigkeit zu versorgen und sie geschmeidig zu halten.