Abstrakte Linien und Kreise symbolisieren Funktionsmodus und Überlebensorganisation

Zwischen Organisation und innerem Chaos

Funktionsmodus Überlebensorganisation

Die ersten Tage nach der Diagnose

Vielleicht kennen Sie dieses paradoxe Erleben:

Nach außen funktionieren Sie.
Sie telefonieren, vereinbaren Termine, informieren Angehörige.
Sie recherchieren Therapieformen, lesen Leitlinien, vergleichen Kliniken.

Und gleichzeitig fühlt sich innerlich alles unsicher, brüchig oder unwirklich an.

Viele meiner Patientinnen und Patienten beschreiben genau diese Phase als eine Art „Überlebensorganisation“. Der Schock ist noch nicht ganz verarbeitet – aber das System ist bereits im Aktivitätsmodus.

Und auch das ist neurobiologisch erklärbar.

Warum Sie jetzt vielleicht im Funktionsmodus sind 

Nach einer existenziellen Bedrohung schaltet unser autonomes Nervensystem häufig in eine sympathische Aktivierung:

  • Puls erhöht
  • Gedanken beschleunigt
  • Schlaf reduziert
  • Handlungsdrang gesteigert

Das Stresshormon Cortisol hilft kurzfristig, leistungsfähig zu bleiben.
Sie erleben das möglicherweise als innere Getriebenheit.

Ein Patient von mir – 48 Jahre, Darmkrebs – sagte im Erstgespräch:
„Ich habe in drei Tagen mehr organisiert als sonst in einem Monat. Wenn ich still werde, kommt die Angst.“

Das ist ein wichtiger Satz.

Aktivität kann ein Regulationsversuch sein.
Solange Sie handeln, fühlen Sie sich weniger ausgeliefert.

Das ist menschlich. Und zunächst sogar hilfreich.

Wenn Kontrolle Sicherheit ersetzen soll

In dieser Phase entstehen häufig:

  • To-do-Listen
  • detaillierte Therapiepläne
  • intensive Internetrecherche
  • das Bedürfnis nach Zweit- und Drittmeinungen

Struktur vermittelt Sicherheit.
Doch Kontrolle ist nicht dasselbe wie innere Stabilität.

Manche Patientinnen berichten mir einige Wochen später:
„Ich war wie auf Autopilot. Und dann bin ich plötzlich zusammengebrochen.“

Das liegt daran, dass Daueraktivierung unser System erschöpft. Der Körper kann Alarm nicht unbegrenzt aufrechterhalten.

Schlaflosigkeit in den ersten Nächten

Viele berichten:

  • Einschlafprobleme
  • nächtliches Grübeln
  • frühes Erwachen
  • Herzklopfen in Ruhe

Das ist kein Zeichen psychischer Schwäche.
Es ist die natürliche Folge einer Stressachsen-Aktivierung (Hypothalamus–Hypophysen–Nebennieren-Achse).

Ihr System überprüft permanent: Bin ich in Gefahr?

Und existenziell fühlt es sich genau so an.

Angehörige sind oft zeitversetzt betroffen

Ein weiteres Phänomen, das ich in meiner langjährigen klinischen Arbeit häufig beobachtet habe:

Während Sie organisieren, brechen Partner oder Angehörige emotional ein.

Eine Patientin sagte einmal:
„Ich bin ruhig geblieben – aber mein Mann hat plötzlich Panik bekommen.“

Das liegt daran, dass jeder Organismus unterschiedlich reguliert.
Manche gehen in Aktion. Andere in Angst. Andere in Erstarrung.

Keiner reagiert falsch.

Wann es wichtig ist, innezuhalten

Stellen Sie sich in diesen Tagen immer wieder eine einfache Frage:

Organisiere ich gerade – oder renne ich vor etwas weg?

Beides ist verständlich.
Aber es ist hilfreich, es zu unterscheiden.

Sie dürfen Termine vereinbaren.
Sie dürfen recherchieren.
Und gleichzeitig dürfen Sie sich Pausen erlauben.

Nicht jede freie Minute muss der Krankheit gehören.

Eine klinische Beobachtung

Eine Patientin, 39 Jahre, Brustkrebs, kam zwei Wochen nach Diagnosestellung zu mir.
Perfekt vorbereitet. Ordner, Ausdrucke, Tabellen.

Und dann sagte sie nach 20 Minuten:
„Ich glaube, ich habe noch gar nicht geweint.“

Wir haben in dieser Stunde nichts geplant.
Wir haben reguliert. Geatmet. Wahrgenommen.

Organisation stabilisiert.
Gefühl reguliert.

Beides braucht Raum.

Eine Übung zur Regulation bei innerer Getriebenheit

Diese Übung ist besonders hilfreich, wenn Ihr Körper nicht zur Ruhe kommt.

Setzen Sie sich bequem hin.
Legen Sie eine Hand auf Ihren Bauch.

Atmen Sie 4 Sekunden ein.
Atmen Sie 6 Sekunden aus.

Wichtig ist die verlängerte Ausatmung.
Sie aktiviert den Vagusnerv – den wichtigsten Gegenspieler der Stressreaktion.

Wiederholen Sie das für 10 Atemzüge.

Wenn Gedanken kommen, lassen Sie sie weiterziehen.
Es geht nicht darum, nichts zu denken.
Es geht darum, Ihrem Nervensystem ein Signal zu senden:
Ich bin im Moment sicher.

Zum Mitnehmen für diese Phase

            • Funktionieren ist kein Verdrängen. Es ist ein Schutzmechanismus.
            • Daueraktivierung ist jedoch nicht langfristig tragfähig.
            • Struktur hilft – aber sie ersetzt nicht emotionale Verarbeitung.
            • Sie dürfen Hilfe annehmen, auch wenn Sie stark wirken.
 
Und vielleicht ist das Wichtigste in diesen Tagen:
Sie müssen nicht alles sofort verstehen.
Sie müssen nicht alles sofort fühlen.
Sie müssen nur Schritt für Schritt durch diese erste Zeit gehen.
Ich begleite Sie weiter.
2400 1600 dr-sibylle-multhaupt

Die Geschichte des Niaöls

Die Geschichte des Niaöls

Natürliche Hautpflege bei Bestrahlungen.
Hilfe für stark beanspruchte Haut

Niaöl entdecken...

Meine Geschichte und die Entwicklung des Niaöls

Die Geschichte hinter einem Pflegeöl, das aus Erfahrung, Forschung und dem Wunsch zu helfen entstanden ist.

Dr. Sibylle Multhaupt
Entwicklerin und Gründerin von Niaöl

Das Niaöl und ich – es ist eine lange Geschichte, die ich hier kurz erzählen möchte. Von 2004 bis 2024 war ich als Psychoonkologin in einem Brustzentrum tätig. Jetzt arbeite ich in meiner eigenen Praxis als Psychotherapeutin und Psychoonkologin.

In meiner Arbeit besetze ich also die Schnittstelle zwischen Psychologie und Medizin. Das heißt, ich führe Gespräche mit den Patientinnen. Die Diagnose Krebs hat große psychische Auswirkungen, und für die anschließende Behandlung gilt das natürlich ebenso.

Da vor allem die Chemo- und die Strahlentherapie von diversen Nebenwirkungen begleitet werden, kommen auch diese in meinen Gesprächen mit den Patientinnen häufig zur Sprache.

Zunächst habe ich auf die konventionellen, „chemischen“ Pflegeprodukte verwiesen, wie sie auch von Strahlentherapeuten empfohlen werden. Doch dann wurde mir zunehmend bewusst, dass viele Patientinnen das Bedürfnis nach einer „natürlichen“ Pflege haben – schließlich wurde ihnen während der Behandlung „Toxisches“ schon zur Genüge verabreicht.

Den Wunsch nach einer naturbelassenen Pflege konnte ich nur allzu gut verstehen. Und mir wurde noch ein zweiter, nicht zu unterschätzender Aspekt bewusst: Die Frauen wollen in diesem Prozess eine aktive Rolle einnehmen, sich selbst ihrem Körper zuwenden, um ihm zu helfen, gesund zu werden.

Also begann ich zu recherchieren, musste aber bald feststellen: Zur natürlichen Hautpflege bei Krebserkrankungen gibt es erstaunlich wenige Informationen. Das weckte meinen Spürsinn. Ich besorgte mir diverse Bücher, las und las, vertiefte mich in traditionelle und moderne Literatur zum Thema natürliche Hautpflege. Ich studierte Werke über Pflanzenheilkunde und stieß zwangsläufig auf die „weisen Frauen“, die einst ihr erprobtes Wissen von Generation zu Generation weitergegeben haben. Ihr Reichtum an Kenntnissen faszinierte mich und brachte mich letztlich zu der Überzeugung, dass ich hier auf meiner Suche eine Lösung finden kann. So fing ich an, mich intensiv mit ätherischen Ölen zu beschäftigen. Sie besitzen nicht nur ein breites Wirkspektrum als Heilmittel, sondern haben zudem die Eigenschaft, durch ihre Düfte auch auf unsere psychische und mentale Verfassung Einfluss zu nehmen.

Neben meiner Lektüre besuchte ich Kosmetikseminare und unzählige Workshops in Bayern, Tirol, Portugal und Südfrankreich. Dabei wurde profundes Wissen nicht nur vermittelt, sondern auch praktisch umgesetzt. Eine überaus wertvolle Erfahrung, die mich ermutigte, den nächsten Schritt zu wagen:

Ich wandelte meine Küche zu einem kleinen Labor um, begann mein erworbenes Wissen anzuwenden und experimentierte: Ich kochte, rührte, mixte, stellte eigene Rezepturen her, verwarf sie wieder und kreierte neue. Immer und immer wieder, bis ich es endlich gefunden hatte: ein Produkt, das die Haut schützt und pflegt, ihr bei der Regeneration von Zellen hilft und den Hautstoffwechsel anregt: das Niaöl war geboren – ein rein pflanzliches Mittel, das aus verschiedenen ätherischen Ölen besteht, deren Heilwirkungen sich auf ideale Weise ergänzen.

In diesem Öl steckt nicht nur das Wissen und die Erfahrung um die Heilkraft der darin enthaltenen Substanzen, sondern der Wunsch, Menschen in der schweren Phase der onkologischen Therapie bzw. Menschen mit sehr trockener und gereizter Haut sanft und wirksam zu unterstützen.

Natürlich musste das Niaöl dann mein „kleines Labor“ verlassen, um als Pflegeprodukt offiziell anerkannt zu werden. Es folgte der mitunter beschwerliche Weg durch den Dschungel der Bürokratie, bis es schließlich gemäß der EU-Kosmetik-Verordnung im April 2021 zugelassen wurde. Seitdem wird es hier in Deutschland produziert.

Auf jeden Fall hat sich all die Mühe gelohnt! Ich freue mich immer wieder aufs Neue über die positiven Rückmeldungen all jener Frauen und natürlich auch Männer, die das Niaöl verwenden und von dessen Wirkung begeistert sind. Und mir bleibt das schöne Gefühl, nicht nur als Psychoonkologin so gut wie möglich zu helfen, sondern auch mit dem Niaöl ein Mittel gefunden zu haben, das zusätzlich zu einer Verbesserung der Lebensqualität beitragen kann.

Mein Niaöl steht für eine optimale Pflege für stark beanspruchte und trockene Haut. Seine Inhaltsstoffe sind allesamt „reine Natur“ ohne jegliche Chemie und zu 97.8% aus kontrolliert biologischem Anbau. Die Wirksamkeit wird nicht nur in Verbraucherstudien bestätigt, sondern auch durch die zahlreichen Rückmeldungen unserer Kunden.

Die Hautpflege bei einer Strahlentherapie

Bei der Strahlentherapie (auch Radiotherapie oder Bestrahlung) im Rahmen einer onkologischen Behandlung treten häufig Irritationen der Haut in Form einer entzündlichen Reaktion als Nebenwirkung auf. Die Hautirritationen werden in der Fachsprache Radio- bzw. Strahlendermatitis genannt.

Während der Bestrahlung tritt die Strahlendermatitis unterschiedlich häufig und stark auf. Die Reaktionen sind u.a. abhängig von der Tumorlage, Größe des zu bestrahlenden Gebietes sowie vom Hauttyp und Alter der PatientInnen. Diese Reaktionen der Haut zeigen sich meist mit einer Verzögerung von einigen Tagen bis Wochen nach Bestrahlungsbeginn. Um die Nebenwirkungen einer solchen Bestrahlung abzumildern, empfehlen wir eine frühzeitige Pflege mit Niaöl.

Was genau passiert mit meiner Haut bei einer Strahlentherapie?

So notwendig die Bestrahlung auch ist, sie hemmt den Zellnachschub der Haut. Etwa zwei bis fünf Wochen nach Bestrahlungsbeginn setzt eine „überschießende“ Nachbildung von Epithelzellen (Desquamation oder Epitheliolyse genannt) ein. Dies führt zu einer erhöhten Durchblutung, was wiederum die „Einwanderung von Entzündungszellen“ in den Gefäßkanal der Haut begünstigt. Es kann zum Strahlenerythem kommen. Dies kann schmerzhaft sein und den Alltag beeinträchtigen. In genau diesen Mechanismus greift das Niaöl aufgrund seiner stark entzündungshemmenden und antioxidativen Wirkung ein und mildert die Reaktion merklich ab.

Wie sollte ich meine Haut auf eine Strahlentherapie vorbereiten?

Um Ihre Haut auf eine Strahlentherapie bestmöglich vorzubereiten, verwenden Sie das Niaöl ca. drei Wochen vor der ersten Bestrahlung zweimal täglich. Die Anwendung regt den Hautstoffwechsel an und stärkt den Hautschutzmantel– das Niaöl fördert die eigene Zellregenerierung. Dadurch ist ihre Haut insgesamt gestärkt und bestmöglich auf die Bestrahlung vorbereitet.

100% natürlich - made in Germany

Die Bestandteile des Niaöls sind allesamt reine Naturprodukte ohne jegliche chemische Zusätze.

Niaouli, lat. Melaleuca quinquenervia, wird auch als „Myrtenheide“ bezeichnet. Das ätherische Niaouliöl ist ein sehr beliebtes Produkt in der Hautpflege.
Niaouli wirkt antiviral, antimykotisch, antiinflammatorisch. Niaouli hat stark hautregenerierende und zellreparierende, sowie immunstärkende Eigenschaften, wirkt gegen Verbrennungen und kann Strahlenschäden lindern.

Lavendel, lat. Lavandula, gilt seit jeher als bewährtes Volksheilmittel und Allheilmittel. Lavendel hilft bei Verbrennungen und Verbrühungen und eignet sich hervorragend zur Narbenpflege. Lavendel wirkt antiseptisch, wundheilend schmerzlindernd, durchblutungsfördernd, entspannend und wird als sanftes Schlafmittel sowie zur Angstbehandlung eingesetzt. Hervorzuheben ist die sehr gute Verträglichkeit des Lavendels, allergische Reaktionen treten äußerst selten auf.

Sanddorn, lat. Elaeagnaceae, wird auch als Zitrone des Nordens bezeichnet. Das fetthaltige Sanddornfruchtfleischöl fördert die Wundheilung und Epithelisierung. Es wird bei Verbrennungen und Sonnenbrand eingesetzt. Sanddornfruchtfleischöl wirkt zellregenerierend, entzündungshemmend und antioxidativ und regt die hauteigenen Stoffwechselprozesse an. Darüber hinaus beruhigt es stark beanspruchte Haut und spendet Feuchtigkeit.

Einer der Hauptvorteile von Jojobaöl ist seine Fähigkeit, intensive Feuchtigkeit zu spenden. Es enthält natürliche Feuchthaltemittel, die dazu beitragen können, den Feuchtigkeitsgehalt der Haut zu erhöhen und zu erhalten. Dies kann dazu beitragen, die Haut geschmeidig und glatt zu halten.
Darüber hinaus ist Jojobaöl reich an nährenden Inhaltsstoffen wie Vitamin E, Mineralstoffen und Fettsäuren.

Mandelöl ist ein feines und leichtes Öl, das wertvolle Fettsäuren, Nährstoffe und Vitamine enthält. Es eignet sich besonders gut zur Pflege von trockener, juckender und schuppiger Haut aufgrund seiner besonderen Fähigkeiten. Mandelöl wird aufgrund seiner antioxidativen Eigenschaften auch als Schutz gegen freie Radikale und Hautalterung eingesetzt.

Aprikosenkernöl ist reichhaltig und kann den Hautstoffwechsel anregen, was dazu beitragen kann, die Elastizität der Haut zu erhalten und sie zu revitalisieren. Es ist besonders geeignet für die Pflege empfindlicher, spröder und strapazierter Haut. Das Öl wird aus den Kernen von Aprikosen gewonnen und enthält wichtige Nährstoffe wie Vitamine A und E sowie essentielle Fettsäuren, die dazu beitragen können, die Haut mit Feuchtigkeit zu versorgen und sie geschmeidig zu halten.