Dunkle Wolken mit roten Lichtstreifen am Himmel als Symbol für Wut nach einer Krebsdiagnose.

Wut nach einer Krebsdiagnose

… wenn Grenzen spürbar werden

Wut ist oft kein Gefühl, das man erwartet.

Viele meiner Patientinnen und Patienten sind eher irritiert davon.
Weil es nicht zu dem Bild passt, das sie von sich haben.

Sie beschreiben eher eine innere Spannung.
Kurze Reaktionen.
Weniger Geduld.

Und manchmal die Frage:
„Warum reagiere ich im Moment so?“

Wut hat einen Sinn

Wut entsteht nicht zufällig.

Sie zeigt sich häufig dort, wo etwas als ungerecht oder nicht stimmig erlebt wird.

Ein Patient sagte einmal:
„Ich hatte mein Leben im Griff.“

Mehr hat er zunächst nicht gesagt.

Aber in diesem Satz lag viel.
Ein Gefühl von Verlust.
Von etwas, das nicht mehr verlässlich ist.

Wut macht oft genau das sichtbar.

Wut und Frustration

In vielen Situationen geht Wut mit Frustration einher.

Frustration entsteht dort, wo etwas nicht mehr so funktioniert wie gewohnt.

Sie möchten planen – und können es nicht.
Sie warten auf Ergebnisse – und haben keinen Einfluss auf die Zeit.
Sie möchten sich verlassen – und spüren Unsicherheit.

Das sind keine kleinen Irritationen.
Das sind Brüche im Erleben von Kontrolle.

Frustration entsteht an diesen Grenzen.
Und Wut ist häufig die unmittelbare Reaktion darauf.

Wenn der Körper einbezogen ist

Nach einer Krebsdiagnose verändert sich oft die Beziehung zum eigenen Körper.

Was vorher selbstverständlich war, wird beobachtet.
Manchmal auch hinterfragt.

Einige beschreiben, dass sie ihrem Körper weniger vertrauen.
Oder ihn anders wahrnehmen als früher.

„Ich habe das Gefühl, er macht sein eigenes Ding.“

Auch das kann Wut auslösen.

Nicht unbedingt laut.
Aber als innere Distanz oder Anspannung.

Unterschiedliche Formen von Wut

Wut zeigt sich nicht bei allen gleich.

Bei manchen ist sie deutlich spürbar.
Bei anderen eher indirekt.

Zum Beispiel:

  • eine niedrigere Reizschwelle
  • Rückzug aus Gesprächen
  • wenig Geduld für Alltägliches
  • starke Reaktionen auf kleine Auslöser

Oder auch das Gegenteil:
Wut wird sofort kontrolliert und nicht weiter zugelassen.

Beides kommt häufig vor.

Ein klinischer Moment

Eine Patientin sagte einmal:
„Ich bin schneller genervt als früher, und das passt nicht zu mir.“

Im Gespräch wurde deutlich,
wie viele Anforderungen gleichzeitig auf ihr lagen.

Sie wollte weiterhin funktionieren.
Für sich. Für andere.

Und gleichzeitig war ihre Belastungsgrenze deutlich niedriger geworden.

Die Frustration darüber war groß.
Und damit auch die Wut.

Als sie begann, das als Überforderung einzuordnen –
nicht als persönliches Versagen –
veränderte sich ihr Blick darauf.

Wut einordnen

Wut nach einer Krebsdiagnose hat oft mit Verlust zu tun.

Verlust von Sicherheit.
Von Planbarkeit.
Von Einfluss.

Und mit Frustration darüber,
dass sich vieles nicht steuern lässt.

Wut zeigt in diesen Momenten:
Hier ist eine Grenze erreicht.

Ein erster Schritt im Umgang

Es kann hilfreich sein, die Wut nicht sofort zu bewerten.

Sondern einen Moment innezuhalten und zu schauen:

Was genau ist gerade schwierig?

Ist es die Situation?
Ein Gedanke?
Oder die Erfahrung, an eine Grenze zu kommen?

Diese Unterscheidung bringt oft etwas mehr Klarheit.

Körperliche Wahrnehmung

Wut ist nicht nur ein Gedanke.
Sie zeigt sich auch im Körper.

Zum Beispiel als:

  • Spannung im Brustraum
  • Druck im Kiefer
  • Unruhe in den Händen

Manchmal hilft es, diese Spannung bewusst wahrzunehmen.

Oder sie kurz zu verstärken – und wieder zu lösen.

Zum Beispiel, indem Sie die Hände für einige Sekunden fest zusammendrücken
und dann langsam entspannen.

Das kann helfen, die Aktivierung etwas zu regulieren.

Zum Abschluss

Wut nach einer Krebsdiagnose ist keine ungewöhnliche Reaktion.
Sie steht oft in engem Zusammenhang mit Frustration.
Mit Grenzen.
Mit dem Erleben, dass Dinge sich nicht mehr so beeinflussen lassen wie früher.
Sie muss nicht unterdrückt werden.
Aber sie braucht auch keinen unmittelbaren Ausdruck.
Es reicht, sie wahrzunehmen
und allmählich zu verstehen, worauf sie sich bezieht.
Das ist oft ein erster Schritt zurück zu mehr innerer Orientierung.
2400 1600 dr-sibylle-multhaupt

Die Geschichte des Niaöls

Die Geschichte des Niaöls

Natürliche Hautpflege bei Bestrahlungen.
Hilfe für stark beanspruchte Haut

Niaöl entdecken...

Meine Geschichte und die Entwicklung des Niaöls

Die Geschichte hinter einem Pflegeöl, das aus Erfahrung, Forschung und dem Wunsch zu helfen entstanden ist.

Dr. Sibylle Multhaupt
Entwicklerin und Gründerin von Niaöl

Das Niaöl und ich – es ist eine lange Geschichte, die ich hier kurz erzählen möchte. Von 2004 bis 2024 war ich als Psychoonkologin in einem Brustzentrum tätig. Jetzt arbeite ich in meiner eigenen Praxis als Psychotherapeutin und Psychoonkologin.

In meiner Arbeit besetze ich also die Schnittstelle zwischen Psychologie und Medizin. Das heißt, ich führe Gespräche mit den Patientinnen. Die Diagnose Krebs hat große psychische Auswirkungen, und für die anschließende Behandlung gilt das natürlich ebenso.

Da vor allem die Chemo- und die Strahlentherapie von diversen Nebenwirkungen begleitet werden, kommen auch diese in meinen Gesprächen mit den Patientinnen häufig zur Sprache.

Zunächst habe ich auf die konventionellen, „chemischen“ Pflegeprodukte verwiesen, wie sie auch von Strahlentherapeuten empfohlen werden. Doch dann wurde mir zunehmend bewusst, dass viele Patientinnen das Bedürfnis nach einer „natürlichen“ Pflege haben – schließlich wurde ihnen während der Behandlung „Toxisches“ schon zur Genüge verabreicht.

Den Wunsch nach einer naturbelassenen Pflege konnte ich nur allzu gut verstehen. Und mir wurde noch ein zweiter, nicht zu unterschätzender Aspekt bewusst: Die Frauen wollen in diesem Prozess eine aktive Rolle einnehmen, sich selbst ihrem Körper zuwenden, um ihm zu helfen, gesund zu werden.

Also begann ich zu recherchieren, musste aber bald feststellen: Zur natürlichen Hautpflege bei Krebserkrankungen gibt es erstaunlich wenige Informationen. Das weckte meinen Spürsinn. Ich besorgte mir diverse Bücher, las und las, vertiefte mich in traditionelle und moderne Literatur zum Thema natürliche Hautpflege. Ich studierte Werke über Pflanzenheilkunde und stieß zwangsläufig auf die „weisen Frauen“, die einst ihr erprobtes Wissen von Generation zu Generation weitergegeben haben. Ihr Reichtum an Kenntnissen faszinierte mich und brachte mich letztlich zu der Überzeugung, dass ich hier auf meiner Suche eine Lösung finden kann. So fing ich an, mich intensiv mit ätherischen Ölen zu beschäftigen. Sie besitzen nicht nur ein breites Wirkspektrum als Heilmittel, sondern haben zudem die Eigenschaft, durch ihre Düfte auch auf unsere psychische und mentale Verfassung Einfluss zu nehmen.

Neben meiner Lektüre besuchte ich Kosmetikseminare und unzählige Workshops in Bayern, Tirol, Portugal und Südfrankreich. Dabei wurde profundes Wissen nicht nur vermittelt, sondern auch praktisch umgesetzt. Eine überaus wertvolle Erfahrung, die mich ermutigte, den nächsten Schritt zu wagen:

Ich wandelte meine Küche zu einem kleinen Labor um, begann mein erworbenes Wissen anzuwenden und experimentierte: Ich kochte, rührte, mixte, stellte eigene Rezepturen her, verwarf sie wieder und kreierte neue. Immer und immer wieder, bis ich es endlich gefunden hatte: ein Produkt, das die Haut schützt und pflegt, ihr bei der Regeneration von Zellen hilft und den Hautstoffwechsel anregt: das Niaöl war geboren – ein rein pflanzliches Mittel, das aus verschiedenen ätherischen Ölen besteht, deren Heilwirkungen sich auf ideale Weise ergänzen.

In diesem Öl steckt nicht nur das Wissen und die Erfahrung um die Heilkraft der darin enthaltenen Substanzen, sondern der Wunsch, Menschen in der schweren Phase der onkologischen Therapie bzw. Menschen mit sehr trockener und gereizter Haut sanft und wirksam zu unterstützen.

Natürlich musste das Niaöl dann mein „kleines Labor“ verlassen, um als Pflegeprodukt offiziell anerkannt zu werden. Es folgte der mitunter beschwerliche Weg durch den Dschungel der Bürokratie, bis es schließlich gemäß der EU-Kosmetik-Verordnung im April 2021 zugelassen wurde. Seitdem wird es hier in Deutschland produziert.

Auf jeden Fall hat sich all die Mühe gelohnt! Ich freue mich immer wieder aufs Neue über die positiven Rückmeldungen all jener Frauen und natürlich auch Männer, die das Niaöl verwenden und von dessen Wirkung begeistert sind. Und mir bleibt das schöne Gefühl, nicht nur als Psychoonkologin so gut wie möglich zu helfen, sondern auch mit dem Niaöl ein Mittel gefunden zu haben, das zusätzlich zu einer Verbesserung der Lebensqualität beitragen kann.

Mein Niaöl steht für eine optimale Pflege für stark beanspruchte und trockene Haut. Seine Inhaltsstoffe sind allesamt „reine Natur“ ohne jegliche Chemie und zu 97.8% aus kontrolliert biologischem Anbau. Die Wirksamkeit wird nicht nur in Verbraucherstudien bestätigt, sondern auch durch die zahlreichen Rückmeldungen unserer Kunden.

Die Hautpflege bei einer Strahlentherapie

Bei der Strahlentherapie (auch Radiotherapie oder Bestrahlung) im Rahmen einer onkologischen Behandlung treten häufig Irritationen der Haut in Form einer entzündlichen Reaktion als Nebenwirkung auf. Die Hautirritationen werden in der Fachsprache Radio- bzw. Strahlendermatitis genannt.

Während der Bestrahlung tritt die Strahlendermatitis unterschiedlich häufig und stark auf. Die Reaktionen sind u.a. abhängig von der Tumorlage, Größe des zu bestrahlenden Gebietes sowie vom Hauttyp und Alter der PatientInnen. Diese Reaktionen der Haut zeigen sich meist mit einer Verzögerung von einigen Tagen bis Wochen nach Bestrahlungsbeginn. Um die Nebenwirkungen einer solchen Bestrahlung abzumildern, empfehlen wir eine frühzeitige Pflege mit Niaöl.

Was genau passiert mit meiner Haut bei einer Strahlentherapie?

So notwendig die Bestrahlung auch ist, sie hemmt den Zellnachschub der Haut. Etwa zwei bis fünf Wochen nach Bestrahlungsbeginn setzt eine „überschießende“ Nachbildung von Epithelzellen (Desquamation oder Epitheliolyse genannt) ein. Dies führt zu einer erhöhten Durchblutung, was wiederum die „Einwanderung von Entzündungszellen“ in den Gefäßkanal der Haut begünstigt. Es kann zum Strahlenerythem kommen. Dies kann schmerzhaft sein und den Alltag beeinträchtigen. In genau diesen Mechanismus greift das Niaöl aufgrund seiner stark entzündungshemmenden und antioxidativen Wirkung ein und mildert die Reaktion merklich ab.

Wie sollte ich meine Haut auf eine Strahlentherapie vorbereiten?

Um Ihre Haut auf eine Strahlentherapie bestmöglich vorzubereiten, verwenden Sie das Niaöl ca. drei Wochen vor der ersten Bestrahlung zweimal täglich. Die Anwendung regt den Hautstoffwechsel an und stärkt den Hautschutzmantel– das Niaöl fördert die eigene Zellregenerierung. Dadurch ist ihre Haut insgesamt gestärkt und bestmöglich auf die Bestrahlung vorbereitet.

100% natürlich - made in Germany

Die Bestandteile des Niaöls sind allesamt reine Naturprodukte ohne jegliche chemische Zusätze.

Niaouli, lat. Melaleuca quinquenervia, wird auch als „Myrtenheide“ bezeichnet. Das ätherische Niaouliöl ist ein sehr beliebtes Produkt in der Hautpflege.
Niaouli wirkt antiviral, antimykotisch, antiinflammatorisch. Niaouli hat stark hautregenerierende und zellreparierende, sowie immunstärkende Eigenschaften, wirkt gegen Verbrennungen und kann Strahlenschäden lindern.

Lavendel, lat. Lavandula, gilt seit jeher als bewährtes Volksheilmittel und Allheilmittel. Lavendel hilft bei Verbrennungen und Verbrühungen und eignet sich hervorragend zur Narbenpflege. Lavendel wirkt antiseptisch, wundheilend schmerzlindernd, durchblutungsfördernd, entspannend und wird als sanftes Schlafmittel sowie zur Angstbehandlung eingesetzt. Hervorzuheben ist die sehr gute Verträglichkeit des Lavendels, allergische Reaktionen treten äußerst selten auf.

Sanddorn, lat. Elaeagnaceae, wird auch als Zitrone des Nordens bezeichnet. Das fetthaltige Sanddornfruchtfleischöl fördert die Wundheilung und Epithelisierung. Es wird bei Verbrennungen und Sonnenbrand eingesetzt. Sanddornfruchtfleischöl wirkt zellregenerierend, entzündungshemmend und antioxidativ und regt die hauteigenen Stoffwechselprozesse an. Darüber hinaus beruhigt es stark beanspruchte Haut und spendet Feuchtigkeit.

Einer der Hauptvorteile von Jojobaöl ist seine Fähigkeit, intensive Feuchtigkeit zu spenden. Es enthält natürliche Feuchthaltemittel, die dazu beitragen können, den Feuchtigkeitsgehalt der Haut zu erhöhen und zu erhalten. Dies kann dazu beitragen, die Haut geschmeidig und glatt zu halten.
Darüber hinaus ist Jojobaöl reich an nährenden Inhaltsstoffen wie Vitamin E, Mineralstoffen und Fettsäuren.

Mandelöl ist ein feines und leichtes Öl, das wertvolle Fettsäuren, Nährstoffe und Vitamine enthält. Es eignet sich besonders gut zur Pflege von trockener, juckender und schuppiger Haut aufgrund seiner besonderen Fähigkeiten. Mandelöl wird aufgrund seiner antioxidativen Eigenschaften auch als Schutz gegen freie Radikale und Hautalterung eingesetzt.

Aprikosenkernöl ist reichhaltig und kann den Hautstoffwechsel anregen, was dazu beitragen kann, die Elastizität der Haut zu erhalten und sie zu revitalisieren. Es ist besonders geeignet für die Pflege empfindlicher, spröder und strapazierter Haut. Das Öl wird aus den Kernen von Aprikosen gewonnen und enthält wichtige Nährstoffe wie Vitamine A und E sowie essentielle Fettsäuren, die dazu beitragen können, die Haut mit Feuchtigkeit zu versorgen und sie geschmeidig zu halten.