Zwei Menschen halten sich an der Hand, Symbol für soziale Beziehungen nach Krebsdiagnose

Wenn andere reagieren

WENN ANDERE REAGIEREN

Nach einer Krebsdiagnose verändert sich nicht nur das eigene Erleben.

Still und oft unbemerkt beginnt sich auch etwas im Außen zu verschieben.
In Gesprächen. In Blicken. In der Art, wie Menschen auf einmal reagieren – oder eben nicht.

Manche sind sofort da.
Sehr präsent, sehr zugewandt, fast vorsichtig in ihrer Nähe.

Andere wirken unsicher.
Suchen nach Worten und finden keine.
Oder sagen etwas – und man spürt, dass es nicht wirklich passt.

Und wieder andere werden still.
Ziehen sich zurück, ohne dass man genau versteht, warum.

Wenn Erwartungen leise zerbrechen

In vielen entsteht, oft ganz unbewusst, eine Vorstellung davon, wie andere reagieren könnten.

Dass Nähe entsteht.
Dass jemand mitgeht.
Dass man sich gehalten fühlt.

Wenn das nicht eintritt, ist es selten laut.
Eher ein leiser Moment von Enttäuschung.

Eine Patientin sagte einmal:
„Ich hätte gedacht, sie würde öfter nachfragen.“

Es war kein Vorwurf in diesem Satz.
Mehr ein Innehalten.
Ein Sich-Bewusst-Werden, dass etwas anders ist als erhofft.

Und genau das kann schmerzen.

Zwischen Zuwendung und Unsicherheit

Menschen reagieren unterschiedlich auf eine Krebsdiagnose.
Und oft sagen diese Reaktionen weniger über die Beziehung aus, als man im ersten Moment denkt.

Manche möchten helfen – und wissen nicht wie.
Manche spüren ihre eigene Angst so deutlich, dass sie auf Abstand gehen.
Und andere versuchen, mit schnellen Sätzen Halt zu geben, obwohl sie selbst unsicher sind.

„Du schaffst das schon.“
„Bleib positiv.“

Sätze, die gut gemeint sind.
Und sich trotzdem manchmal nicht stimmig anfühlen.

Nicht, weil sie falsch sind.
Sondern weil sie oft mehr über die Hilflosigkeit des Gegenübers erzählen
als über die eigene Situation.

Wenn Nähe schwierig wird

Es kann verwirrend sein,
wenn gerade die Menschen, von denen man sich Nähe erhofft hat,
nicht so reagieren, wie man es sich gewünscht hätte.

Und gleichzeitig entstehen manchmal Verbindungen an Stellen,
an denen man es nicht erwartet hätte.

Beides gehört zu dieser Zeit.

Nähe verschiebt sich.
Und manchmal auch das Vertrauen.

Ein klinischer Moment

Ein Patient erzählte,
dass sich ein langjähriger Freund nach der Diagnose kaum gemeldet hatte.

„Ich verstehe es nicht“, sagte er.
„Wir kennen uns seit zwanzig Jahren.“

Im Gespräch wurde deutlich,
wie viel Bedeutung diese Freundschaft für ihn hatte.

Und wie tief die Enttäuschung war,
dass genau dort so wenig Resonanz kam.

Es ging nicht nur um die Reaktion.
Sondern um das, was er sich erhofft hatte.

Als das Raum bekam,
wurde es für ihn etwas klarer.

Nicht leichter im Sinne von gelöst.
Aber verständlicher.

Überforderung erkennen

Eine schwere Diagnose berührt immer mehrere Ebenen.

Nicht nur die eigene.

Auch das Umfeld ist konfrontiert mit etwas,
das nicht leicht einzuordnen ist.

Angst.
Hilflosigkeit.
Die Frage, was jetzt richtig wäre.

Nicht jeder kann damit gut umgehen.

Manche ziehen sich zurück, um sich selbst zu schützen.
Andere bleiben an der Oberfläche, weil ihnen die Tiefe zu viel wird.

Das kann sich schmerzhaft anfühlen.

Und gleichzeitig bedeutet es nicht,
dass keine Zuwendung da ist.

Die eigene Erfahrung ernst nehmen

Wenn Enttäuschung entsteht,
darf sie wahrgenommen werden.

Sie zeigt,
dass Ihnen diese Verbindung wichtig ist.

Dass Sie sich etwas gewünscht hätten.

Es geht nicht darum, das zu relativieren.

Sondern darum, es zunächst ernst zu nehmen.

Eine leise Orientierung

Mit der Zeit kann es hilfreich sein,
den Blick etwas zu verschieben.

Weg von der Frage:
Warum reagiert jemand so?

Hin zu:
Was tut mir im Moment gut?

Bei wem fühle ich mich gesehen?
Und wo entsteht eher Anspannung?

Diese Unterscheidung darf sich verändern.
Und sie darf auch leise Entscheidungen mit sich bringen.

Mehr Nähe hier.
Etwas mehr Abstand dort.

Zum Abschluss

Reaktionen von anderen können in dieser Zeit sehr berührend sein.
Und manchmal auch schmerzhaft.
Beides hat seinen Platz.
Es geht nicht darum, richtig oder falsch zu unterscheiden.
Sondern darum, die eigene Erfahrung wahrzunehmen
und sich darin langsam zu orientieren.
Sie dürfen sich Unterstützung wünschen.
Und Sie dürfen auch spüren,
wo es gerade nicht so ist, wie Sie es brauchen.
1400 933 dr-sibylle-multhaupt

Die Geschichte des Niaöls

Die Geschichte des Niaöls

Natürliche Hautpflege bei Bestrahlungen.
Hilfe für stark beanspruchte Haut

Niaöl entdecken...

Meine Geschichte und die Entwicklung des Niaöls

Die Geschichte hinter einem Pflegeöl, das aus Erfahrung, Forschung und dem Wunsch zu helfen entstanden ist.

Dr. Sibylle Multhaupt
Entwicklerin und Gründerin von Niaöl

Das Niaöl und ich – es ist eine lange Geschichte, die ich hier kurz erzählen möchte. Von 2004 bis 2024 war ich als Psychoonkologin in einem Brustzentrum tätig. Jetzt arbeite ich in meiner eigenen Praxis als Psychotherapeutin und Psychoonkologin.

In meiner Arbeit besetze ich also die Schnittstelle zwischen Psychologie und Medizin. Das heißt, ich führe Gespräche mit den Patientinnen. Die Diagnose Krebs hat große psychische Auswirkungen, und für die anschließende Behandlung gilt das natürlich ebenso.

Da vor allem die Chemo- und die Strahlentherapie von diversen Nebenwirkungen begleitet werden, kommen auch diese in meinen Gesprächen mit den Patientinnen häufig zur Sprache.

Zunächst habe ich auf die konventionellen, „chemischen“ Pflegeprodukte verwiesen, wie sie auch von Strahlentherapeuten empfohlen werden. Doch dann wurde mir zunehmend bewusst, dass viele Patientinnen das Bedürfnis nach einer „natürlichen“ Pflege haben – schließlich wurde ihnen während der Behandlung „Toxisches“ schon zur Genüge verabreicht.

Den Wunsch nach einer naturbelassenen Pflege konnte ich nur allzu gut verstehen. Und mir wurde noch ein zweiter, nicht zu unterschätzender Aspekt bewusst: Die Frauen wollen in diesem Prozess eine aktive Rolle einnehmen, sich selbst ihrem Körper zuwenden, um ihm zu helfen, gesund zu werden.

Also begann ich zu recherchieren, musste aber bald feststellen: Zur natürlichen Hautpflege bei Krebserkrankungen gibt es erstaunlich wenige Informationen. Das weckte meinen Spürsinn. Ich besorgte mir diverse Bücher, las und las, vertiefte mich in traditionelle und moderne Literatur zum Thema natürliche Hautpflege. Ich studierte Werke über Pflanzenheilkunde und stieß zwangsläufig auf die „weisen Frauen“, die einst ihr erprobtes Wissen von Generation zu Generation weitergegeben haben. Ihr Reichtum an Kenntnissen faszinierte mich und brachte mich letztlich zu der Überzeugung, dass ich hier auf meiner Suche eine Lösung finden kann. So fing ich an, mich intensiv mit ätherischen Ölen zu beschäftigen. Sie besitzen nicht nur ein breites Wirkspektrum als Heilmittel, sondern haben zudem die Eigenschaft, durch ihre Düfte auch auf unsere psychische und mentale Verfassung Einfluss zu nehmen.

Neben meiner Lektüre besuchte ich Kosmetikseminare und unzählige Workshops in Bayern, Tirol, Portugal und Südfrankreich. Dabei wurde profundes Wissen nicht nur vermittelt, sondern auch praktisch umgesetzt. Eine überaus wertvolle Erfahrung, die mich ermutigte, den nächsten Schritt zu wagen:

Ich wandelte meine Küche zu einem kleinen Labor um, begann mein erworbenes Wissen anzuwenden und experimentierte: Ich kochte, rührte, mixte, stellte eigene Rezepturen her, verwarf sie wieder und kreierte neue. Immer und immer wieder, bis ich es endlich gefunden hatte: ein Produkt, das die Haut schützt und pflegt, ihr bei der Regeneration von Zellen hilft und den Hautstoffwechsel anregt: das Niaöl war geboren – ein rein pflanzliches Mittel, das aus verschiedenen ätherischen Ölen besteht, deren Heilwirkungen sich auf ideale Weise ergänzen.

In diesem Öl steckt nicht nur das Wissen und die Erfahrung um die Heilkraft der darin enthaltenen Substanzen, sondern der Wunsch, Menschen in der schweren Phase der onkologischen Therapie bzw. Menschen mit sehr trockener und gereizter Haut sanft und wirksam zu unterstützen.

Natürlich musste das Niaöl dann mein „kleines Labor“ verlassen, um als Pflegeprodukt offiziell anerkannt zu werden. Es folgte der mitunter beschwerliche Weg durch den Dschungel der Bürokratie, bis es schließlich gemäß der EU-Kosmetik-Verordnung im April 2021 zugelassen wurde. Seitdem wird es hier in Deutschland produziert.

Auf jeden Fall hat sich all die Mühe gelohnt! Ich freue mich immer wieder aufs Neue über die positiven Rückmeldungen all jener Frauen und natürlich auch Männer, die das Niaöl verwenden und von dessen Wirkung begeistert sind. Und mir bleibt das schöne Gefühl, nicht nur als Psychoonkologin so gut wie möglich zu helfen, sondern auch mit dem Niaöl ein Mittel gefunden zu haben, das zusätzlich zu einer Verbesserung der Lebensqualität beitragen kann.

Mein Niaöl steht für eine optimale Pflege für stark beanspruchte und trockene Haut. Seine Inhaltsstoffe sind allesamt „reine Natur“ ohne jegliche Chemie und zu 97.8% aus kontrolliert biologischem Anbau. Die Wirksamkeit wird nicht nur in Verbraucherstudien bestätigt, sondern auch durch die zahlreichen Rückmeldungen unserer Kunden.

Die Hautpflege bei einer Strahlentherapie

Bei der Strahlentherapie (auch Radiotherapie oder Bestrahlung) im Rahmen einer onkologischen Behandlung treten häufig Irritationen der Haut in Form einer entzündlichen Reaktion als Nebenwirkung auf. Die Hautirritationen werden in der Fachsprache Radio- bzw. Strahlendermatitis genannt.

Während der Bestrahlung tritt die Strahlendermatitis unterschiedlich häufig und stark auf. Die Reaktionen sind u.a. abhängig von der Tumorlage, Größe des zu bestrahlenden Gebietes sowie vom Hauttyp und Alter der PatientInnen. Diese Reaktionen der Haut zeigen sich meist mit einer Verzögerung von einigen Tagen bis Wochen nach Bestrahlungsbeginn. Um die Nebenwirkungen einer solchen Bestrahlung abzumildern, empfehlen wir eine frühzeitige Pflege mit Niaöl.

Was genau passiert mit meiner Haut bei einer Strahlentherapie?

So notwendig die Bestrahlung auch ist, sie hemmt den Zellnachschub der Haut. Etwa zwei bis fünf Wochen nach Bestrahlungsbeginn setzt eine „überschießende“ Nachbildung von Epithelzellen (Desquamation oder Epitheliolyse genannt) ein. Dies führt zu einer erhöhten Durchblutung, was wiederum die „Einwanderung von Entzündungszellen“ in den Gefäßkanal der Haut begünstigt. Es kann zum Strahlenerythem kommen. Dies kann schmerzhaft sein und den Alltag beeinträchtigen. In genau diesen Mechanismus greift das Niaöl aufgrund seiner stark entzündungshemmenden und antioxidativen Wirkung ein und mildert die Reaktion merklich ab.

Wie sollte ich meine Haut auf eine Strahlentherapie vorbereiten?

Um Ihre Haut auf eine Strahlentherapie bestmöglich vorzubereiten, verwenden Sie das Niaöl ca. drei Wochen vor der ersten Bestrahlung zweimal täglich. Die Anwendung regt den Hautstoffwechsel an und stärkt den Hautschutzmantel– das Niaöl fördert die eigene Zellregenerierung. Dadurch ist ihre Haut insgesamt gestärkt und bestmöglich auf die Bestrahlung vorbereitet.

100% natürlich - made in Germany

Die Bestandteile des Niaöls sind allesamt reine Naturprodukte ohne jegliche chemische Zusätze.

Niaouli, lat. Melaleuca quinquenervia, wird auch als „Myrtenheide“ bezeichnet. Das ätherische Niaouliöl ist ein sehr beliebtes Produkt in der Hautpflege.
Niaouli wirkt antiviral, antimykotisch, antiinflammatorisch. Niaouli hat stark hautregenerierende und zellreparierende, sowie immunstärkende Eigenschaften, wirkt gegen Verbrennungen und kann Strahlenschäden lindern.

Lavendel, lat. Lavandula, gilt seit jeher als bewährtes Volksheilmittel und Allheilmittel. Lavendel hilft bei Verbrennungen und Verbrühungen und eignet sich hervorragend zur Narbenpflege. Lavendel wirkt antiseptisch, wundheilend schmerzlindernd, durchblutungsfördernd, entspannend und wird als sanftes Schlafmittel sowie zur Angstbehandlung eingesetzt. Hervorzuheben ist die sehr gute Verträglichkeit des Lavendels, allergische Reaktionen treten äußerst selten auf.

Sanddorn, lat. Elaeagnaceae, wird auch als Zitrone des Nordens bezeichnet. Das fetthaltige Sanddornfruchtfleischöl fördert die Wundheilung und Epithelisierung. Es wird bei Verbrennungen und Sonnenbrand eingesetzt. Sanddornfruchtfleischöl wirkt zellregenerierend, entzündungshemmend und antioxidativ und regt die hauteigenen Stoffwechselprozesse an. Darüber hinaus beruhigt es stark beanspruchte Haut und spendet Feuchtigkeit.

Einer der Hauptvorteile von Jojobaöl ist seine Fähigkeit, intensive Feuchtigkeit zu spenden. Es enthält natürliche Feuchthaltemittel, die dazu beitragen können, den Feuchtigkeitsgehalt der Haut zu erhöhen und zu erhalten. Dies kann dazu beitragen, die Haut geschmeidig und glatt zu halten.
Darüber hinaus ist Jojobaöl reich an nährenden Inhaltsstoffen wie Vitamin E, Mineralstoffen und Fettsäuren.

Mandelöl ist ein feines und leichtes Öl, das wertvolle Fettsäuren, Nährstoffe und Vitamine enthält. Es eignet sich besonders gut zur Pflege von trockener, juckender und schuppiger Haut aufgrund seiner besonderen Fähigkeiten. Mandelöl wird aufgrund seiner antioxidativen Eigenschaften auch als Schutz gegen freie Radikale und Hautalterung eingesetzt.

Aprikosenkernöl ist reichhaltig und kann den Hautstoffwechsel anregen, was dazu beitragen kann, die Elastizität der Haut zu erhalten und sie zu revitalisieren. Es ist besonders geeignet für die Pflege empfindlicher, spröder und strapazierter Haut. Das Öl wird aus den Kernen von Aprikosen gewonnen und enthält wichtige Nährstoffe wie Vitamine A und E sowie essentielle Fettsäuren, die dazu beitragen können, die Haut mit Feuchtigkeit zu versorgen und sie geschmeidig zu halten.