Zwei Menschen stehen zusammen im Wattenmeer – Sinnbild für Nähe und Rückzug bei Krebs

Zwischen Nähe und Rückzug

Nähe und Rückzug bei Krebs

Wie sich Beziehungen nach einer Krebsdiagnose verändern

Eine Krebsdiagnose verändert vieles. Den Alltag. Den Blick auf den eigenen Körper. Die Pläne für die Zukunft.

Und oft verändert sie auch Beziehungen.

Manchmal ganz leise.

Vielleicht erleben Sie gerade, dass Menschen, die Ihnen immer nah waren, sich plötzlich zurückziehen. Sie melden sich seltener. Wissen nicht, was sie sagen sollen. Oder sie wechseln das Thema, sobald es um die Krankheit geht.

Und gleichzeitig gibt es vielleicht Menschen, mit denen Sie vorher gar nicht so eng verbunden waren – und die nun überraschend präsent sind. Die einfach da sind. Ohne viele Worte.

Für viele Betroffene gehört genau das zu den schmerzhaftesten Erfahrungen einer Krebsdiagnose: Zu spüren, dass Beziehungen nicht mehr selbstverständlich sind.

Wenn Nähe plötzlich anstrengend wird

Nicht nur das Umfeld verändert sich. Auch Sie selbst verändern sich.

Vielleicht haben Sie weniger Energie für lange Gespräche.

Vielleicht fehlt Ihnen die Kraft, sich um die Sorgen anderer zu kümmern.

Vielleicht merken Sie, dass Sie stiller geworden sind. Oder empfindlicher. Dass Sie schneller erschöpft sind und sich häufiger zurückziehen.

Das bedeutet nicht, dass Ihnen Ihre Beziehungen nicht mehr wichtig sind.

Es bedeutet nur, dass Ihre Kraft im Moment für etwas anderes gebraucht wird.

Viele Patientinnen und Patienten beschreiben dieses Gefühl sehr ähnlich:

„Ich bin noch dieselbe Person – und doch fühlt sich gerade alles anders an.“

Partnerschaft: Zwischen Zusammenhalt und Überforderung

Eine Krebsdiagnose trifft nie nur einen Menschen.

Auch Partnerinnen und Partner verlieren von einem Tag auf den anderen ein Stück Sicherheit. Sie sorgen sich, übernehmen neue Aufgaben und versuchen oft, stark zu sein.

Dabei erleben beide häufig etwas Unterschiedliches.

Die eine Person möchte reden.

Die andere braucht Ruhe.

Die eine möchte jede Untersuchung gemeinsam besprechen.

Die andere möchte zwischendurch einfach einmal über etwas ganz Normales sprechen.

Beides ist verständlich.

Nicht selten entstehen gerade daraus Missverständnisse.

Dabei steckt hinter vielen Konflikten gar kein fehlendes Verständnis füreinander – sondern die gemeinsame Überforderung.

Auch Freundschaften verändern sich

Vielleicht gibt es Freundinnen oder Freunde, von denen Sie enttäuscht sind.

Menschen, von denen Sie gedacht hätten, dass sie an Ihrer Seite bleiben.

Und vielleicht gibt es andere, die Sie überraschen.

Die regelmäßig schreiben.

Die einfach einkaufen gehen.

Die schweigend neben Ihnen sitzen.

Eine Krebsdiagnose zeigt manchmal sehr deutlich, welche Beziehungen tragen.

Das kann schmerzen.

Aber es kann auch neue Nähe entstehen lassen.

Wenn sich Familienrollen verschieben

Auch innerhalb von Familien verändert sich oft etwas.

Kinder werden plötzlich sehr verantwortungsbewusst.

Erwachsene Kinder beginnen, sich um ihre Eltern zu kümmern.

Geschwister reagieren ganz unterschiedlich. Manche möchten alles wissen. Andere ziehen sich zurück.

Und Eltern – selbst wenn ihre Kinder längst erwachsen sind – wünschen sich oft nichts sehnlicher, als helfen zu können.

Nicht jede Reaktion fühlt sich gut an.

Aber fast immer steckt hinter diesen Veränderungen der Versuch, mit einer Situation umzugehen, die niemand sich ausgesucht hat.

Beziehungen müssen nicht perfekt sein

Vielleicht ist das eine der wichtigsten Erkenntnisse aus der Psychoonkologie:

Eine Beziehung muss in dieser Zeit nicht perfekt sein, um tragfähig zu sein.

Es darf Missverständnisse geben.

Es darf Tränen geben.

Es darf Tage geben, an denen man kaum miteinander spricht.

Entscheidend ist etwas anderes:

Ob Menschen bereit sind, einander immer wieder neu zu begegnen.

Mit Geduld.

Mit Offenheit.

Und mit dem Wissen, dass gerade niemand Höchstleistungen vollbringen muss.

Denn Krebs verändert Beziehungen.

Aber er kann auch etwas sichtbar machen, das im Alltag oft untergeht:

Wie wertvoll ehrliche Nähe ist.

Nicht die perfekte.

Sondern die echte.

Kleine Achtsamkeitsübung

Nehmen Sie sich einen ruhigen Moment.
Denken Sie an drei Menschen.
Fragen Sie sich bei jedem Einzelnen:
Wie fühle ich mich, wenn ich an diese Person denke?
Entsteht Wärme?
Ruhe?
Anspannung?
Enttäuschung?
Versuchen Sie, nichts davon zu bewerten.
Nehmen Sie einfach wahr.
Und richten Sie Ihre Aufmerksamkeit zum Schluss auf den Menschen, bei dem Sie sich im Moment am sichersten fühlen.
Vielleicht schreiben Sie ihm oder ihr in den nächsten Tagen eine kurze Nachricht.
Nicht, weil Sie etwas erklären müssen.
Sondern weil tragende Beziehungen oft mit einem kleinen Zeichen von Verbundenheit beginnen.
Und manchmal reicht schon das Wissen, dass ein Mensch da ist, damit sich ein schwerer Tag etwas leichter anfühlt.
2400 1600 dr-sibylle-multhaupt

Die Geschichte des Niaöls

Die Geschichte des Niaöls

Natürliche Hautpflege bei Bestrahlungen.
Hilfe für stark beanspruchte Haut

Niaöl entdecken...

Niaoel entdecken - Hand Symbol mit Lotusblüte für natürliche Hautpflege

Meine Geschichte und die Entwicklung des Niaöls

Die Geschichte hinter einem Pflegeöl, das aus Erfahrung, Forschung und dem Wunsch zu helfen entstanden ist.

Dr. Sibylle Multhaupt
Entwicklerin und Gründerin von Niaöl

Das Niaöl und ich – es ist eine lange Geschichte, die ich hier kurz erzählen möchte. Von 2004 bis 2024 war ich als Psychoonkologin in einem Brustzentrum tätig. Jetzt arbeite ich in meiner eigenen Praxis als Psychotherapeutin und Psychoonkologin.

In meiner Arbeit besetze ich also die Schnittstelle zwischen Psychologie und Medizin. Das heißt, ich führe Gespräche mit den Patientinnen. Die Diagnose Krebs hat große psychische Auswirkungen, und für die anschließende Behandlung gilt das natürlich ebenso.

Da vor allem die Chemo- und die Strahlentherapie von diversen Nebenwirkungen begleitet werden, kommen auch diese in meinen Gesprächen mit den Patientinnen häufig zur Sprache.

Zunächst habe ich auf die konventionellen, „chemischen“ Pflegeprodukte verwiesen, wie sie auch von Strahlentherapeuten empfohlen werden. Doch dann wurde mir zunehmend bewusst, dass viele Patientinnen das Bedürfnis nach einer „natürlichen“ Pflege haben – schließlich wurde ihnen während der Behandlung „Toxisches“ schon zur Genüge verabreicht.

Den Wunsch nach einer naturbelassenen Pflege konnte ich nur allzu gut verstehen. Und mir wurde noch ein zweiter, nicht zu unterschätzender Aspekt bewusst: Die Frauen wollen in diesem Prozess eine aktive Rolle einnehmen, sich selbst ihrem Körper zuwenden, um ihm zu helfen, gesund zu werden.

Also begann ich zu recherchieren, musste aber bald feststellen: Zur natürlichen Hautpflege bei Krebserkrankungen gibt es erstaunlich wenige Informationen. Das weckte meinen Spürsinn. Ich besorgte mir diverse Bücher, las und las, vertiefte mich in traditionelle und moderne Literatur zum Thema natürliche Hautpflege. Ich studierte Werke über Pflanzenheilkunde und stieß zwangsläufig auf die „weisen Frauen“, die einst ihr erprobtes Wissen von Generation zu Generation weitergegeben haben. Ihr Reichtum an Kenntnissen faszinierte mich und brachte mich letztlich zu der Überzeugung, dass ich hier auf meiner Suche eine Lösung finden kann. So fing ich an, mich intensiv mit ätherischen Ölen zu beschäftigen. Sie besitzen nicht nur ein breites Wirkspektrum als Heilmittel, sondern haben zudem die Eigenschaft, durch ihre Düfte auch auf unsere psychische und mentale Verfassung Einfluss zu nehmen.

Neben meiner Lektüre besuchte ich Kosmetikseminare und unzählige Workshops in Bayern, Tirol, Portugal und Südfrankreich. Dabei wurde profundes Wissen nicht nur vermittelt, sondern auch praktisch umgesetzt. Eine überaus wertvolle Erfahrung, die mich ermutigte, den nächsten Schritt zu wagen:

Ich wandelte meine Küche zu einem kleinen Labor um, begann mein erworbenes Wissen anzuwenden und experimentierte: Ich kochte, rührte, mixte, stellte eigene Rezepturen her, verwarf sie wieder und kreierte neue. Immer und immer wieder, bis ich es endlich gefunden hatte: ein Produkt, das die Haut schützt und pflegt, ihr bei der Regeneration von Zellen hilft und den Hautstoffwechsel anregt: das Niaöl war geboren – ein rein pflanzliches Mittel, das aus verschiedenen ätherischen Ölen besteht, deren Heilwirkungen sich auf ideale Weise ergänzen.

In diesem Öl steckt nicht nur das Wissen und die Erfahrung um die Heilkraft der darin enthaltenen Substanzen, sondern der Wunsch, Menschen in der schweren Phase der onkologischen Therapie bzw. Menschen mit sehr trockener und gereizter Haut sanft und wirksam zu unterstützen.

Natürlich musste das Niaöl dann mein „kleines Labor“ verlassen, um als Pflegeprodukt offiziell anerkannt zu werden. Es folgte der mitunter beschwerliche Weg durch den Dschungel der Bürokratie, bis es schließlich gemäß der EU-Kosmetik-Verordnung im April 2021 zugelassen wurde. Seitdem wird es hier in Deutschland produziert.

Auf jeden Fall hat sich all die Mühe gelohnt! Ich freue mich immer wieder aufs Neue über die positiven Rückmeldungen all jener Frauen und natürlich auch Männer, die das Niaöl verwenden und von dessen Wirkung begeistert sind. Und mir bleibt das schöne Gefühl, nicht nur als Psychoonkologin so gut wie möglich zu helfen, sondern auch mit dem Niaöl ein Mittel gefunden zu haben, das zusätzlich zu einer Verbesserung der Lebensqualität beitragen kann.

Mein Niaöl steht für eine optimale Pflege für stark beanspruchte und trockene Haut. Seine Inhaltsstoffe sind allesamt „reine Natur“ ohne jegliche Chemie und zu 97.8% aus kontrolliert biologischem Anbau. Die Wirksamkeit wird nicht nur in Verbraucherstudien bestätigt, sondern auch durch die zahlreichen Rückmeldungen unserer Kunden.

Die Hautpflege bei einer Strahlentherapie

Bei der Strahlentherapie (auch Radiotherapie oder Bestrahlung) im Rahmen einer onkologischen Behandlung treten häufig Irritationen der Haut in Form einer entzündlichen Reaktion als Nebenwirkung auf. Die Hautirritationen werden in der Fachsprache Radio- bzw. Strahlendermatitis genannt.

Während der Bestrahlung tritt die Strahlendermatitis unterschiedlich häufig und stark auf. Die Reaktionen sind u.a. abhängig von der Tumorlage, Größe des zu bestrahlenden Gebietes sowie vom Hauttyp und Alter der PatientInnen. Diese Reaktionen der Haut zeigen sich meist mit einer Verzögerung von einigen Tagen bis Wochen nach Bestrahlungsbeginn. Um die Nebenwirkungen einer solchen Bestrahlung abzumildern, empfehlen wir eine frühzeitige Pflege mit Niaöl.

Was genau passiert mit meiner Haut bei einer Strahlentherapie?

So notwendig die Bestrahlung auch ist, sie hemmt den Zellnachschub der Haut. Etwa zwei bis fünf Wochen nach Bestrahlungsbeginn setzt eine „überschießende“ Nachbildung von Epithelzellen (Desquamation oder Epitheliolyse genannt) ein. Dies führt zu einer erhöhten Durchblutung, was wiederum die „Einwanderung von Entzündungszellen“ in den Gefäßkanal der Haut begünstigt. Es kann zum Strahlenerythem kommen. Dies kann schmerzhaft sein und den Alltag beeinträchtigen. In genau diesen Mechanismus greift das Niaöl aufgrund seiner stark entzündungshemmenden und antioxidativen Wirkung ein und mildert die Reaktion merklich ab.

Wie sollte ich meine Haut auf eine Strahlentherapie vorbereiten?

Um Ihre Haut auf eine Strahlentherapie bestmöglich vorzubereiten, verwenden Sie das Niaöl ca. drei Wochen vor der ersten Bestrahlung zweimal täglich. Die Anwendung regt den Hautstoffwechsel an und stärkt den Hautschutzmantel– das Niaöl fördert die eigene Zellregenerierung. Dadurch ist ihre Haut insgesamt gestärkt und bestmöglich auf die Bestrahlung vorbereitet.

100% natürlich - made in Germany

Die Bestandteile des Niaöls sind allesamt reine Naturprodukte ohne jegliche chemische Zusätze.

Niaouli, lat. Melaleuca quinquenervia, wird auch als „Myrtenheide“ bezeichnet. Das ätherische Niaouliöl ist ein sehr beliebtes Produkt in der Hautpflege.
Niaouli wirkt antiviral, antimykotisch, antiinflammatorisch. Niaouli hat stark hautregenerierende und zellreparierende, sowie immunstärkende Eigenschaften, wirkt gegen Verbrennungen und kann Strahlenschäden lindern.

Lavendel, lat. Lavandula, gilt seit jeher als bewährtes Volksheilmittel und Allheilmittel. Lavendel hilft bei Verbrennungen und Verbrühungen und eignet sich hervorragend zur Narbenpflege. Lavendel wirkt antiseptisch, wundheilend schmerzlindernd, durchblutungsfördernd, entspannend und wird als sanftes Schlafmittel sowie zur Angstbehandlung eingesetzt. Hervorzuheben ist die sehr gute Verträglichkeit des Lavendels, allergische Reaktionen treten äußerst selten auf.

Sanddorn, lat. Elaeagnaceae, wird auch als Zitrone des Nordens bezeichnet. Das fetthaltige Sanddornfruchtfleischöl fördert die Wundheilung und Epithelisierung. Es wird bei Verbrennungen und Sonnenbrand eingesetzt. Sanddornfruchtfleischöl wirkt zellregenerierend, entzündungshemmend und antioxidativ und regt die hauteigenen Stoffwechselprozesse an. Darüber hinaus beruhigt es stark beanspruchte Haut und spendet Feuchtigkeit.

Einer der Hauptvorteile von Jojobaöl ist seine Fähigkeit, intensive Feuchtigkeit zu spenden. Es enthält natürliche Feuchthaltemittel, die dazu beitragen können, den Feuchtigkeitsgehalt der Haut zu erhöhen und zu erhalten. Dies kann dazu beitragen, die Haut geschmeidig und glatt zu halten.
Darüber hinaus ist Jojobaöl reich an nährenden Inhaltsstoffen wie Vitamin E, Mineralstoffen und Fettsäuren.

Mandelöl ist ein feines und leichtes Öl, das wertvolle Fettsäuren, Nährstoffe und Vitamine enthält. Es eignet sich besonders gut zur Pflege von trockener, juckender und schuppiger Haut aufgrund seiner besonderen Fähigkeiten. Mandelöl wird aufgrund seiner antioxidativen Eigenschaften auch als Schutz gegen freie Radikale und Hautalterung eingesetzt.

Aprikosenkernöl ist reichhaltig und kann den Hautstoffwechsel anregen, was dazu beitragen kann, die Elastizität der Haut zu erhalten und sie zu revitalisieren. Es ist besonders geeignet für die Pflege empfindlicher, spröder und strapazierter Haut. Das Öl wird aus den Kernen von Aprikosen gewonnen und enthält wichtige Nährstoffe wie Vitamine A und E sowie essentielle Fettsäuren, die dazu beitragen können, die Haut mit Feuchtigkeit zu versorgen und sie geschmeidig zu halten.

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