Illustration eines Oberkörpers mit Wellenlinien, Symbol für Antihormontherapie

Antihormontherapie- Der lange Weg danach

Schutz über Jahre – und die Herausforderung, damit zu leben

Nach Operation, Chemotherapie oder Bestrahlung erleben viele Patientinnen die Antihormontherapie als eine neue Phase: weniger dramatisch – aber lang.

Fünf Jahre.
Manchmal sieben.
Manchmal zehn.

Kein sichtbarer Eingriff.
Kein Tropf.
Und doch eine tägliche Konfrontation mit der Erkrankung.

Was die Antihormontherapie medizinisch bewirkt

Bei hormonrezeptorpositivem Brustkrebs reagieren Tumorzellen auf Östrogen oder Progesteron. Antihormonelle Medikamente – wie Tamoxifen oder Aromatasehemmer – blockieren entweder die Wirkung von Östrogen an den Rezeptoren oder senken die körpereigene Östrogenproduktion.

Ziel ist es, verbleibende Tumorzellen in ihrem Wachstum zu hemmen und das Rückfallrisiko zu senken.

Der heutige medizinische Konsens ist klar:
Für viele Frauen reduziert die Antihormontherapie signifikant das Risiko eines Rezidivs und verbessert die Langzeitprognose.

Das ist der sachliche, evidenzbasierte Hintergrund.

Warum Nebenwirkungen entstehen

Östrogen wirkt nicht nur im Brustgewebe.
Es beeinflusst:

  • Knochenstoffwechsel
  • Schleimhäute
  • Gelenke
  • Haut
  • Stimmung
  • Temperaturregulation

Wenn seine Wirkung blockiert oder reduziert wird, reagiert der Körper.

Typische Nebenwirkungen können sein:

  • Hitzewallungen
  • Gelenk- und Muskelschmerzen
  • Scheidentrockenheit
  • Stimmungsschwankungen
  • Schlafstörungen
  • Libidoveränderungen

Nicht jede Frau erlebt diese Symptome.
Und nicht jede gleich stark.

Zwei sehr unterschiedliche Haltungen

In meiner klinischen Arbeit begegne ich beiden Positionen.

Die eine Patientin sagt:
„Wenn es mich schützt, nehme ich das in Kauf.“

Sie empfindet die Tablette als aktive Vorsorge, als Sicherheitsanker.

Eine andere sagt:
„Ich fühle mich seitdem nicht mehr wie ich selbst.“

Für sie stehen Lebensqualität, Körpergefühl und Identität im Vordergrund.

Beide Perspektiven sind nachvollziehbar.

Manche Frauen setzen die Therapie nach ärztlicher Rücksprache fort – trotz Belastung.
Andere entscheiden sich irgendwann dagegen, weil sie den Preis als zu hoch erleben.

Diese Entscheidung ist komplex.
Sie berührt medizinische Fakten und persönliche Werte.

Nebenwirkungsmanagement – was möglich ist

Hier ist wichtig: Nebenwirkungen müssen nicht still ausgehalten werden.

Möglichkeiten sind unter anderem:

  • Anpassung des Präparats
  • Wechsel innerhalb der Wirkstoffgruppe
  • symptomorientierte Medikation
  • physiotherapeutische Unterstützung bei Gelenkbeschwerden
  • lokale Therapien bei Schleimhautproblemen
  • Bewegung zur Stabilisierung von Stimmung und Knochenstoffwechsel

Es lohnt sich, Beschwerden offen anzusprechen.
Nicht jede Nebenwirkung ist unveränderbar.

Psychologische Dimension: Dauerhafte Erinnerung

Die Antihormontherapie verlängert das Thema Krebs in den Alltag.
Mit jeder Tablette wird die Vergangenheit kurz aktiviert.

Manche Frauen empfinden das als Schutz.
Andere als ständige Mahnung.

Hier gibt es kein allgemeingültiges Gefühl.

Wichtig ist nur:
Ihre Reaktion sagt nichts über Ihre Dankbarkeit oder Ihre Stärke aus.

Eine kleine Übung zur Klärung

Wenn Sie innerlich hin- und hergerissen sind, stellen Sie sich zwei Fragen:

  1. Was bedeutet diese Therapie für meine Sicherheit?
  2. Was bedeutet sie für meine Lebensqualität?

Schreiben Sie beides nebeneinander.
Nicht um sofort zu entscheiden – sondern um Klarheit zu gewinnen.

Ambivalenz darf bestehen.
Sie zeigt, dass Sie abwägen.

Zum Abschluss

Die Antihormontherapie ist kein so dramatischer Abschnitt wie Chemotherapie oder Operation.
Aber sie ist ein langer Weg.
Sie bietet Schutz – und fordert Anpassung.
Ob Sie sie als Sicherheit erleben oder als Belastung, ist individuell.
Und beides darf ernst genommen werden.
Sie müssen diesen Abschnitt nicht idealisieren.
Aber Sie dürfen ihn bewusst gestalten – in enger Abstimmung mit Ihrem Behandlungsteam und im Einklang mit Ihren eigenen Werten.
2304 1728 dr-sibylle-multhaupt

Die Geschichte des Niaöls

Die Geschichte des Niaöls

Natürliche Hautpflege bei Bestrahlungen.
Hilfe für stark beanspruchte Haut

Niaöl entdecken...

Meine Geschichte und die Entwicklung des Niaöls

Die Geschichte hinter einem Pflegeöl, das aus Erfahrung, Forschung und dem Wunsch zu helfen entstanden ist.

Dr. Sibylle Multhaupt
Entwicklerin und Gründerin von Niaöl

Das Niaöl und ich – es ist eine lange Geschichte, die ich hier kurz erzählen möchte. Von 2004 bis 2024 war ich als Psychoonkologin in einem Brustzentrum tätig. Jetzt arbeite ich in meiner eigenen Praxis als Psychotherapeutin und Psychoonkologin.

In meiner Arbeit besetze ich also die Schnittstelle zwischen Psychologie und Medizin. Das heißt, ich führe Gespräche mit den Patientinnen. Die Diagnose Krebs hat große psychische Auswirkungen, und für die anschließende Behandlung gilt das natürlich ebenso.

Da vor allem die Chemo- und die Strahlentherapie von diversen Nebenwirkungen begleitet werden, kommen auch diese in meinen Gesprächen mit den Patientinnen häufig zur Sprache.

Zunächst habe ich auf die konventionellen, „chemischen“ Pflegeprodukte verwiesen, wie sie auch von Strahlentherapeuten empfohlen werden. Doch dann wurde mir zunehmend bewusst, dass viele Patientinnen das Bedürfnis nach einer „natürlichen“ Pflege haben – schließlich wurde ihnen während der Behandlung „Toxisches“ schon zur Genüge verabreicht.

Den Wunsch nach einer naturbelassenen Pflege konnte ich nur allzu gut verstehen. Und mir wurde noch ein zweiter, nicht zu unterschätzender Aspekt bewusst: Die Frauen wollen in diesem Prozess eine aktive Rolle einnehmen, sich selbst ihrem Körper zuwenden, um ihm zu helfen, gesund zu werden.

Also begann ich zu recherchieren, musste aber bald feststellen: Zur natürlichen Hautpflege bei Krebserkrankungen gibt es erstaunlich wenige Informationen. Das weckte meinen Spürsinn. Ich besorgte mir diverse Bücher, las und las, vertiefte mich in traditionelle und moderne Literatur zum Thema natürliche Hautpflege. Ich studierte Werke über Pflanzenheilkunde und stieß zwangsläufig auf die „weisen Frauen“, die einst ihr erprobtes Wissen von Generation zu Generation weitergegeben haben. Ihr Reichtum an Kenntnissen faszinierte mich und brachte mich letztlich zu der Überzeugung, dass ich hier auf meiner Suche eine Lösung finden kann. So fing ich an, mich intensiv mit ätherischen Ölen zu beschäftigen. Sie besitzen nicht nur ein breites Wirkspektrum als Heilmittel, sondern haben zudem die Eigenschaft, durch ihre Düfte auch auf unsere psychische und mentale Verfassung Einfluss zu nehmen.

Neben meiner Lektüre besuchte ich Kosmetikseminare und unzählige Workshops in Bayern, Tirol, Portugal und Südfrankreich. Dabei wurde profundes Wissen nicht nur vermittelt, sondern auch praktisch umgesetzt. Eine überaus wertvolle Erfahrung, die mich ermutigte, den nächsten Schritt zu wagen:

Ich wandelte meine Küche zu einem kleinen Labor um, begann mein erworbenes Wissen anzuwenden und experimentierte: Ich kochte, rührte, mixte, stellte eigene Rezepturen her, verwarf sie wieder und kreierte neue. Immer und immer wieder, bis ich es endlich gefunden hatte: ein Produkt, das die Haut schützt und pflegt, ihr bei der Regeneration von Zellen hilft und den Hautstoffwechsel anregt: das Niaöl war geboren – ein rein pflanzliches Mittel, das aus verschiedenen ätherischen Ölen besteht, deren Heilwirkungen sich auf ideale Weise ergänzen.

In diesem Öl steckt nicht nur das Wissen und die Erfahrung um die Heilkraft der darin enthaltenen Substanzen, sondern der Wunsch, Menschen in der schweren Phase der onkologischen Therapie bzw. Menschen mit sehr trockener und gereizter Haut sanft und wirksam zu unterstützen.

Natürlich musste das Niaöl dann mein „kleines Labor“ verlassen, um als Pflegeprodukt offiziell anerkannt zu werden. Es folgte der mitunter beschwerliche Weg durch den Dschungel der Bürokratie, bis es schließlich gemäß der EU-Kosmetik-Verordnung im April 2021 zugelassen wurde. Seitdem wird es hier in Deutschland produziert.

Auf jeden Fall hat sich all die Mühe gelohnt! Ich freue mich immer wieder aufs Neue über die positiven Rückmeldungen all jener Frauen und natürlich auch Männer, die das Niaöl verwenden und von dessen Wirkung begeistert sind. Und mir bleibt das schöne Gefühl, nicht nur als Psychoonkologin so gut wie möglich zu helfen, sondern auch mit dem Niaöl ein Mittel gefunden zu haben, das zusätzlich zu einer Verbesserung der Lebensqualität beitragen kann.

Mein Niaöl steht für eine optimale Pflege für stark beanspruchte und trockene Haut. Seine Inhaltsstoffe sind allesamt „reine Natur“ ohne jegliche Chemie und zu 97.8% aus kontrolliert biologischem Anbau. Die Wirksamkeit wird nicht nur in Verbraucherstudien bestätigt, sondern auch durch die zahlreichen Rückmeldungen unserer Kunden.

Die Hautpflege bei einer Strahlentherapie

Bei der Strahlentherapie (auch Radiotherapie oder Bestrahlung) im Rahmen einer onkologischen Behandlung treten häufig Irritationen der Haut in Form einer entzündlichen Reaktion als Nebenwirkung auf. Die Hautirritationen werden in der Fachsprache Radio- bzw. Strahlendermatitis genannt.

Während der Bestrahlung tritt die Strahlendermatitis unterschiedlich häufig und stark auf. Die Reaktionen sind u.a. abhängig von der Tumorlage, Größe des zu bestrahlenden Gebietes sowie vom Hauttyp und Alter der PatientInnen. Diese Reaktionen der Haut zeigen sich meist mit einer Verzögerung von einigen Tagen bis Wochen nach Bestrahlungsbeginn. Um die Nebenwirkungen einer solchen Bestrahlung abzumildern, empfehlen wir eine frühzeitige Pflege mit Niaöl.

Was genau passiert mit meiner Haut bei einer Strahlentherapie?

So notwendig die Bestrahlung auch ist, sie hemmt den Zellnachschub der Haut. Etwa zwei bis fünf Wochen nach Bestrahlungsbeginn setzt eine „überschießende“ Nachbildung von Epithelzellen (Desquamation oder Epitheliolyse genannt) ein. Dies führt zu einer erhöhten Durchblutung, was wiederum die „Einwanderung von Entzündungszellen“ in den Gefäßkanal der Haut begünstigt. Es kann zum Strahlenerythem kommen. Dies kann schmerzhaft sein und den Alltag beeinträchtigen. In genau diesen Mechanismus greift das Niaöl aufgrund seiner stark entzündungshemmenden und antioxidativen Wirkung ein und mildert die Reaktion merklich ab.

Wie sollte ich meine Haut auf eine Strahlentherapie vorbereiten?

Um Ihre Haut auf eine Strahlentherapie bestmöglich vorzubereiten, verwenden Sie das Niaöl ca. drei Wochen vor der ersten Bestrahlung zweimal täglich. Die Anwendung regt den Hautstoffwechsel an und stärkt den Hautschutzmantel– das Niaöl fördert die eigene Zellregenerierung. Dadurch ist ihre Haut insgesamt gestärkt und bestmöglich auf die Bestrahlung vorbereitet.

100% natürlich - made in Germany

Die Bestandteile des Niaöls sind allesamt reine Naturprodukte ohne jegliche chemische Zusätze.

Niaouli, lat. Melaleuca quinquenervia, wird auch als „Myrtenheide“ bezeichnet. Das ätherische Niaouliöl ist ein sehr beliebtes Produkt in der Hautpflege.
Niaouli wirkt antiviral, antimykotisch, antiinflammatorisch. Niaouli hat stark hautregenerierende und zellreparierende, sowie immunstärkende Eigenschaften, wirkt gegen Verbrennungen und kann Strahlenschäden lindern.

Lavendel, lat. Lavandula, gilt seit jeher als bewährtes Volksheilmittel und Allheilmittel. Lavendel hilft bei Verbrennungen und Verbrühungen und eignet sich hervorragend zur Narbenpflege. Lavendel wirkt antiseptisch, wundheilend schmerzlindernd, durchblutungsfördernd, entspannend und wird als sanftes Schlafmittel sowie zur Angstbehandlung eingesetzt. Hervorzuheben ist die sehr gute Verträglichkeit des Lavendels, allergische Reaktionen treten äußerst selten auf.

Sanddorn, lat. Elaeagnaceae, wird auch als Zitrone des Nordens bezeichnet. Das fetthaltige Sanddornfruchtfleischöl fördert die Wundheilung und Epithelisierung. Es wird bei Verbrennungen und Sonnenbrand eingesetzt. Sanddornfruchtfleischöl wirkt zellregenerierend, entzündungshemmend und antioxidativ und regt die hauteigenen Stoffwechselprozesse an. Darüber hinaus beruhigt es stark beanspruchte Haut und spendet Feuchtigkeit.

Einer der Hauptvorteile von Jojobaöl ist seine Fähigkeit, intensive Feuchtigkeit zu spenden. Es enthält natürliche Feuchthaltemittel, die dazu beitragen können, den Feuchtigkeitsgehalt der Haut zu erhöhen und zu erhalten. Dies kann dazu beitragen, die Haut geschmeidig und glatt zu halten.
Darüber hinaus ist Jojobaöl reich an nährenden Inhaltsstoffen wie Vitamin E, Mineralstoffen und Fettsäuren.

Mandelöl ist ein feines und leichtes Öl, das wertvolle Fettsäuren, Nährstoffe und Vitamine enthält. Es eignet sich besonders gut zur Pflege von trockener, juckender und schuppiger Haut aufgrund seiner besonderen Fähigkeiten. Mandelöl wird aufgrund seiner antioxidativen Eigenschaften auch als Schutz gegen freie Radikale und Hautalterung eingesetzt.

Aprikosenkernöl ist reichhaltig und kann den Hautstoffwechsel anregen, was dazu beitragen kann, die Elastizität der Haut zu erhalten und sie zu revitalisieren. Es ist besonders geeignet für die Pflege empfindlicher, spröder und strapazierter Haut. Das Öl wird aus den Kernen von Aprikosen gewonnen und enthält wichtige Nährstoffe wie Vitamine A und E sowie essentielle Fettsäuren, die dazu beitragen können, die Haut mit Feuchtigkeit zu versorgen und sie geschmeidig zu halten.